Eines der teuersten Flugzeuge ist in Budapest gelandet: Wer war an Bord?

In den frühen Morgenstunden des Dienstag landete ein ganz besonderer Gast auf dem Internationalen Flughafen Budapest Ferenc Liszt: Hassanal Bolkiah, der Sultan von Brunei und eine der reichsten Persönlichkeiten der Welt, traf an Bord seiner eigenen, extravaganten Boeing 747, dem “fliegenden Palast”, in der ungarischen Hauptstadt ein. Der Besuch ist historisch, da der bruneianische Herrscher noch nie zuvor eine offizielle Reise nach Ungarn unternommen hat.
Sein erster offizieller Besuch in Ungarn

Außenminister Péter Szijjártó hatte bereits im September angekündigt, dass der Sultan zum ersten Mal nach Budapest und Ungarn kommen würde. Die Details wurden während der UN-Generalversammlung festgelegt, wo Szijjártó die Gespräche als “produktiv” bezeichnete. Er betonte die Bedeutung des Besuchs und wies darauf hin, dass Hassanal Bolkiah, der eine absolute Monarchie regiert, einen beträchtlichen internationalen Einfluss ausübt.
Der genaue Zeitpunkt des Besuchs wurde durch die Ankunft des unverwechselbaren Flugzeugs des Sultans bestätigt. Zwischen dem 17. und 20. November werden in Budapest aufgrund der Anwesenheit der Delegation Straßensperrungen und Verkehrsbeschränkungen erwartet, was darauf hindeutet, dass ein großes diplomatisches Ereignis bevorsteht, berichtet Vezess.hu.
Hassanal Bolkiah: Monarch des Ölreichtums
Der Sultan regiert Brunei seit 1967 und hat praktisch die gesamte Staatsmacht inne. Sein geschätztes Vermögen von rund 30 Milliarden Dollar stammt aus den riesigen Öl- und Gasreserven des Landes. Sein opulenter Lebensstil ist legendär: Er besitzt mehr als 7.000 Luxusautos, riesige Paläste, Yachten und Privatflugzeuge.
Seine Residenz, Istana Nurul Iman, gehört mit ihren 1.788 Zimmern zu den größten Privathäusern der Welt. Seine Extravaganz wird durch die Tatsache veranschaulicht, dass Michael Jackson einmal bei einer Familienfeier auftrat, angeblich für zig Millionen Dollar.
Der legendäre fliegende Palast: Vergoldete Waschbecken, Luxus-Suiten und ein Konferenzraum
Das Flugzeug, das in Budapest ankam, basiert auf einer Boeing 747, die einst von der Lufthansa betrieben wurde. Der Sultan ließ es komplett umbauen, damit es als königliche Residenz in der Luft dienen kann.
Die Gesamtkosten des Flugzeugs belaufen sich auf bis zu 400 Millionen USD – mehr als 130 Milliarden HUF.
Was ist an Bord?
In der gesamten Kabine finden Sie vergoldete Armaturen, Waschbecken aus echtem Gold, kristall- und holzgetäfelte Innenräume, luxuriöse Suiten mit Schlafzimmern und eigenen Badezimmern, einen speziellen Konferenzraum, einen exklusiven Essbereich, einen Fitnessbereich und sogar Platz für einen Hubschrauberlandeplatz.
Es ist nicht verwunderlich, dass sich schon früh am Morgen Flugbegeisterte auf dem Flughafen versammelt haben, denn ein solches Flugzeug ist selbst in Europa ein seltener Anblick. Der Sultan ist auch ein qualifizierter Pilot und fliegt den riesigen Jumbo Jet gelegentlich selbst.
Nicht der teuerste Privatjet der Welt, aber einer der beeindruckendsten
Obwohl die 747 des Sultans ein Symbol für extremen Luxus ist, ist sie nicht das teuerste Privatflugzeug, das es gibt. Dieser Titel gehört dem maßgeschneiderten Airbus A380 des saudischen Prinzen Al-Waleed bin Talal, der unter anderem mit einem Konzertsaal und einem türkischen Bad ausgestattet ist.
Nichtsdestotrotz ist das Flugzeug des Sultans eine Ikone in seiner Klasse und ein wahrhaft seltener Anblick – einer, der bei der Landung in Budapest besondere Aufmerksamkeit erregte.
Was könnte der Besuch für Ungarn bedeuten?
Obwohl derzeit nur wenige Informationen über das genaue Programm und den Zweck des Besuchs vorliegen, könnte sich die hochrangige Staatsreise sowohl diplomatisch als auch wirtschaftlich als bedeutend erweisen. Die Stärkung der Beziehungen zwischen Brunei und Ungarn könnte zu langfristigen Investitionen sowie zu einer Zusammenarbeit im Bildungswesen oder im Energiesektor führen.

