UMFRAGE – Die meisten Ungarn würden die Migration auf nationaler Ebene bewältigen

Budapest (MTI) – Fünfundsiebzig Prozent der Ungarn sind der Meinung, dass die Migration von den Mitgliedstaaten und nicht auf der Ebene der Europäischen Union angegangen werden sollte, so eine aktuelle Umfrage der Denkfabrik Szazadveg.
Ganze 83 Prozent der Befragten gaben an, von dem von der EU vorgeschlagenen System gehört zu haben, das eine Quote für die Zahl der Asylsuchenden vorsieht, die in jedem Mitgliedsstaat aufgenommen werden sollen, wie die am Mittwoch auf dem öffentlichen Nachrichtensender M1 präsentierte Umfrage ergab.
Dreiundsechzig Prozent von ihnen waren jedoch mit dem geplanten Quotensystem nicht einverstanden, 10 Prozent waren unsicher, während 27 Prozent es befürworteten, heißt es in der Umfrage.
Szazadveg führte die Umfrage durch, indem er 1.000 Erwachsene telefonisch befragte.
Am Mittwoch veröffentlichte die Europäische Kommission einen vor zwei Wochen veröffentlichten Vorschlag zur Umsiedlung und Neuansiedlung im Rahmen ihrer Migrationsagenda.
Im Rahmen eines Notfallumsiedlungsprogramms zur Unterstützung Italiens und Griechenlands müsste Ungarn 496 Migranten aus Italien und 331 aus Griechenland aufnehmen.
Im Rahmen eines Programms zur Neuansiedlung von Migranten von außerhalb der EU in einem Mitgliedstaat müsste Ungarn in den nächsten 2 Jahren 307 Personen aufnehmen.

