Ungarische Regierung: Zahl der in Europa ankommenden Migranten könnte sich verdoppeln

Am Freitag sagte Regierungssprecher Zoltán Kovács dem ungarischen Fernsehsender M1, dass die Zahl der Migranten, die im letzten Quartal des Jahres in Europa ankommen, jüngsten Umfragen und Berichten zufolge sogar so hoch sein könnte wie die Gesamtzahl der im ersten Quartal ankommenden Personen drei Viertel.

Herr Kovács sagte, dass diese Tendenz auch durch statistische Daten der letzten vier bis fünf Jahre nahegelegt werde: Das letzte Quartal des Jahres sei typisch für diejenigen, die sich bereits auf den Weg gemacht hätten, um jeden Preis nach Europa einzureisen. Er sagte, dass es Millionen Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika gebe, die bereit seien, aufzubrechen Er fügte hinzu, dass organisierte Kriminalität und Terrorismus den Hintergrund der Anstifter der Migration bilden und dass der Druck derzeit auch an den ungarischen Grenzen zunimmt.

Er fuhr fort, dass die Regierung aus diesem Grund beschlossen habe, das Polizeipersonal um dreitausend zu erhöhen und es in Grenzschutzeinheiten zu organisieren.

Herr Kovács sagte auch, dass offenbar immer mehr EU-Mitgliedstaaten erkennen, dass die Umsiedlungsquote keine Lösung sei, doch Vorschläge aus Brüssel deuten darauf hin, dass die Europäische Kommission die Einführung des obligatorischen Umsiedlungssystems anstrebt.

Das bedeutet, betonte er, dass Brüssel die Migration nicht behindern, sondern legalisieren wolle, und dies werde letztlich in eine Sackgasse führen.

Zu dem Vorschlag einiger europäischer Politiker, den Ländern, die sich gegen eine obligatorische Umsiedlung aussprechen, EU-Mittel zu entziehen, nannte Herr Kovács diese Erpressung, und damit inakzeptabel Er wies darauf hin, dass solche Mittel nichts mit dem Quotensystem zu tun hätten.

Zum „180-Minuten-Programm“von Kossuth Rádió betonte Herr Kovács, dass die Fortsetzung der Informationskampagne zur Migration durch die Regierung nicht nur eine Chance, sondern eine Pflicht sei, und dies umso mehr, als die Migration zunimmt.

Er meint, die Europäische Kommission versuche verdeckt, Regeln zu erlassen, die über europäische Grundverträge hinausgehenDie Einwanderungspolitik falle in die nationalen Kompetenzen; daher müsse in diesem Fall die Politik Brüssels (die ganz Europa und seine Mitgliedstaaten schwer schädige – – blockiert werden, sagte er.

Laut Herrn Kovács können die Quoten nicht als Maß der Solidarität angesehen werden, da Migranten nicht nach Riga oder Warschau, sondern in verschiedene deutsche Städte gehen wollen.

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