Ungarische, türkische Präsidenten fordern Ausbau des bilateralen Handels

Ankara (MTI) – Der ungarische und der türkische Präsident haben nach Gesprächen am Donnerstag in Ankara auf einer Pressekonferenz zu einer Ausweitung des bilateralen Handels aufgerufen.
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Janos Ader aus Ungarn und Recep Tayyip Erdogan aus der Türkei äußerten ihre Zustimmung, dass alle Voraussetzungen gegeben seien, um den Umsatz von derzeit 2 Milliarden Dollar pro Jahr auf 5 Milliarden Dollar zu steigern.
Ader leitet eine ungarische Delegation in der Türkei zu einem offiziellen viertägigen Besuch.
In einer Erklärung im Anschluss an das Treffen äußerte Ader die Hoffnung, dass weder bürokratische Hindernisse noch politische Machenschaften den geplanten Bau einer Gaspipeline aus der Türkei gefährden würdenDie Absichten beider Seiten seien klar, sagte erDiversifizierung sei nichts, worüber man reden sollte, sondern eher durch Taten unterstützt, fügte er hinzu.
Erdogan sagte, dass die Türkei das zweiteffizienteste Land der Welt sei, wenn es um die Bauindustrie gehe. Er äußerte die Hoffnung, dass türkische Bauunternehmen an Autobahnbauprojekten in Ungarn beteiligt würden, die im Zeitraum bis 2020 auf die Unterstützung der Europäischen Union zurückgreifen würden.
Die EU-Erweiterung und das Thema Flüchtlinge waren auch Diskussionsthemen zwischen den beiden Staatschefs Erdogan bedankte sich für das langjährige Engagement Ungarns, die europäischen Bestrebungen der Türkei zu unterstützen, und fügte hinzu, dass die Türkei sich weiterhin in diesem Bereich engagiert Ader stellte fest, dass die Türkei gewissermaßen bereits Teil der EU sei, da 40-60 Prozent ihrer Exporte für die EU bestimmt seien.
Erdogan stellte fest, dass es in der Türkei rund zwei Millionen syrische und irakische Flüchtlinge gebe, was das Land bisher rund 5,5 Milliarden US-Dollar koste Trotzdem halte die Türkei ihre Grenzen für ihre Nachbarn offen, sagte er.
Ader sagte, dass ungarische Wasserexperten in den nächsten Monaten mobile Wasseraufbereitungsanlagen in diesen Flüchtlingslagern installieren würden. Er sagte, er hoffe, dass ungarische Fachkräfte in diesem Bereich als hervorragender Bezugspunkt für weitere Investitionen dienen würden.
Der ungarische Präsident soll auf der letzten Etappe seines Besuchs weiter nach Istanbul reisen.
Foto: MTI



