Ungarische und bulgarische Präsidenten diskutieren über Energiekooperation

Sofia (MTI) – Die Verknüpfung von Stromnetzen, die Diversifizierung der Gasimporte, der Beitritt Bulgariens zur Schengen-Zone und die Migration standen am Dienstag im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den ungarischen Präsidenten Janos Ader und Rosen Plewneliew aus Bulgarien in Sofia.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz sagte Ader, dass die beiden Länder gemeinsam Optionen während der institutionellen Reformen der Europäischen Union prüfen sollten.

Der Präsident fügte hinzu, dass er besonders gute Chancen für eine Zusammenarbeit in der Landwirtschaft sehe.

Ader sagte, dass Ungarn, die Slowakei und die Tschechische Republik Fortschritte bei der Anbindung ihrer Stromnetze gemacht hätten und dass Bulgarien und Rumänien ihre Beitrittsabsicht bekundet hätten.

Auf die geplante Gaspipeline South Stream angesprochen, sagte Ader, dass dies nur eine Option für die Diversifizierung der Gasversorgung sei. Er sagte, dass die Pipeline es Bulgarien, Ungarn, Österreich und Serbien ermöglichen würde, Erdgas zu erhalten, selbst wenn die Ukraine-Krise langwierig wäre.

Ader sagte, Ungarn plädiere auch für eine Ausweitung des Schengen-Systems auf BulgarienEr nannte es ein gemeinsames Interesse, die Flüchtlingsflut nach Europa zu bewältigen.

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Der Präsident nannte es einen psychologischen Meilenstein, dass der jährliche bilaterale Handel die Marke von einer Milliarde Euro überschritten habe.

Plewneljew betonte die Bedeutung der Partnerschaft zwischen Visegrad Vier und äußerte den Wunsch, dass Bulgarien der Gruppe beitreten würde.

Er sagte, dass in Bulgarien ein Konsens über die Notwendigkeit der geplanten South Stream-Gaspipeline bestehe. Es gebe jedoch zwei Kriterien, die erfüllt sein sollten: Das Projekt müsse an europäische Standards angepasst werden und die Investition solle zurückgefordert werden.

Nach der Präsidentensitzung führte Ader Gespräche mit Bojko Borissow, dem neu gewählten Premierminister.

Foto: MTI – Attila Kovacs

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