Ungarischer Teenager wegen angeblicher Schießpläne auf seinem Handy verhaftet

Ein ungarisches Gericht hat die Verhaftung eines Minderjährigen angeordnet, der verdächtigt wird, eine Schießerei an einer Schule gegen Mitschüler und einen Lehrer geplant zu haben, nachdem die Behörden Beweise für eine Radikalisierung und detaillierte Vorbereitungen auf seinem Mobiltelefon entdeckt hatten.

In der Erklärung des Gerichts heißt es, der Teenager habe eine Schießerei an der Schule geplant

Laut einer Erklärung des Budapester Landgerichts geht es in dem Fall um mutmaßliche terroristische Straftaten im Zusammenhang mit der Organisation von Aktivitäten zur Unterstützung einer extremistischen Gruppe. Die Ermittler sagen, dass der Teenager seit mehr als einem Jahr die Propaganda des Islamischen Staates verfolgt und Material zur Herstellung von Sprengstoff heruntergeladen hatte.

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Illustration. Abgebildetes Bild: depositphotos.com

Online-Radikalisierung und Gewaltpläne

Die Behörden berichteten, dass der Verdächtige im November 2023 begann, offizielle Propagandakanäle und Gewaltvideos im Zusammenhang mit der Organisation zu verfolgen. Im Laufe der Zeit, so die Ermittler, beschäftigte er sich zunehmend mit extremistischen Inhalten und trat Online-Gemeinschaften bei, die radikale Ideologien propagierten.

Die auf seinem Telefon sichergestellten Beweise deuten darauf hin, dass er am 20. Januar 2025 mit einer anderen Person über seine Beschwerden sprach und behauptete, er sei von einem Lehrer und Mitschülern gedemütigt worden. Während dieser Gespräche soll er Pläne für eine Schießerei in der Schule beschrieben haben, um sie zu töten und sogar einen Selbstmordanschlag zu verüben. Die beiden sprachen auch darüber, ein Restaurant anzugreifen. Spätere Gespräche mit einem anderen Kontakt deuteten darauf hin, dass der Verdächtige vorhatte, die Schießerei an der Schule mit einem Sturmgewehr zu begehen. Die Ermittler glauben, dass er auch einer anderen Person geholfen hat, einer extremistischen Online-Gruppe beizutreten.

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Verhaftung und beschlagnahmtes Beweismaterial

Der Teenager, der die Schießerei an der Schule plante, wurde am 17. Februar 2026 verhaftet. Die Behörden beschlagnahmten sein Mobiltelefon, auf dem Berichten zufolge weitere Anzeichen für die geplante Tat zu finden waren. Bei einer Durchsuchung der Wohnung seines Vaters beschlagnahmte die Polizei eine Kopie des Korans, verbrauchte Patronenhülsen verschiedener Kaliber und eine Karte mit Bildern, die dem Logo der extremistischen Gruppe ähneln. Die Beamten sagen, der Verdächtige habe die Taten teilweise zugegeben, aber behauptet, er habe sich inzwischen von extremistischen Ansichten distanziert.

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Gerichtsurteil und zitierte Risiken

Der Ermittlungsrichter am Landgericht Budapest-Umgebung ordnete die Inhaftierung des Teenagers bis zum weiteren Verfahren an, zunächst bis spätestens 19. März 2026. Das Gericht begründete die Entscheidung mit mehreren Risiken, darunter die Möglichkeit, dass der Verdächtige fliehen könnte, zumal es Hinweise darauf gab, dass er eine Ausreise in den Kosovo in Erwägung gezogen hatte. Die Behörden äußerten auch die Sorge, dass er versuchen könnte, Beweise zu manipulieren oder weitere Gewalttaten vorzubereiten, wenn er freigelassen wird.

Während die Staatsanwaltschaft die Entscheidung akzeptierte, haben der Verdächtige und sein Verteidiger Berufung eingelegt. Die Haftanordnung ist daher nicht rechtskräftig, obwohl sie vollstreckbar bleibt.

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