Ungarisches FM: Zusammenarbeit mit Russland auf der Grundlage gegenseitiger Vorteile, Respekt

Ungarn betrachte Russland als einen strategisch wichtigen Partner in den Bereichen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Energiesicherheit und Schutz vor der Coronavirus-Pandemie, sagte Außenminister Péter Szijjártó am Donnerstag.
Szijjártó nahm an der Ankündigung der ersten ungarischen Investition der in russischem Besitz befindlichen Arnest Group teil, teilte das Außenministerium in einer Erklärung mit. Die 17 Milliarden Forint (47 Mio. EUR) teure Aerosolfüll- und Metallbehälterproduktionsanlage, die bis Ende 2024 in Alsózsolca gebaut werden soll, erhält einen staatlichen Zuschuss von 7 Milliarden Forint und Ausbildungszuschüsse, und die Investition wird 256 Arbeitsplätze schaffen Szijjártó sagte, der Anteil der Investitionen aus dem Osten in die ungarische Wirtschaft sei gestiegen, was die Politik des Landes der Öffnung nach Osten rechtfertige.
Die Einigung über das Entwicklungsprojekt sei trotz Sanktionen gegen Russland und angesichts der Kritik an der pragmatischen bilateralen Zusammenarbeit zustande gekommen, fügte er hinzu. Mehrere internationale Akteure wollten die Zusammenarbeit verhindern, aber, fügte er hinzu, die
Die ungarische Regierung hatte ein begründetes Interesse an einer Partnerschaft, die auf gegenseitigem Respekt beruhte und von der beide Seiten gleichermaßen profitierten.
Er warf den westeuropäischen Ländern vor, die gleiche Zusammenarbeit anzustreben und dabei auf feindselige Äußerungen zurückzugreifen, “getrieben von politischer Korrektheit”, und
Unterzeichnung von “riesigen Geschäftsabschlüssen” in Russland oder mit Russland.
Seit der Einführung der Beschränkungen der Europäischen Union im Jahr 2015 sei der Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten und Russland um 16 Prozent gestiegen, sagte Szijjártó und stellte fest, dass die deutschen Exporte um 21 Prozent und die französischen Exporte um 44 Prozent gestiegen seien.
Hätte die Regierung nicht eine Außenpolitik verfolgt, die auf nationalen Interessen basiert, und stattdessen dem Druck nachgegeben, wäre Ungarn im Kampf gegen die Pandemie, bei der Gewährleistung der Energiesicherheit und beim Erreichen wirtschaftlicher Erfolge viel weniger erfolgreich gewesen, sagte er.
Der Handel zwischen Ungarn und Russland sei im vergangenen Jahr um 51 Prozent gestiegen und die ungarischen Exporte um 15 Prozent gestiegen und hätten damit 2 Milliarden Dollar überschritten, fügte er hinzuDer Produktionswert der ungarischen Chemieindustrie sei im vergangenen Jahr um 41 Prozent gestiegen und habe 7.000 Milliarden Forint erreicht, und der Sektor beschäftige derzeit fast 95.000 Menschen, fügte er hinzu.

