Ungarn FM diskutiert South Stream und Energiefragen in Moskau

Moskau (MTI) – Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto besprach bei seinen Gesprächen am Montag in Moskau mit dem russischen Energieminister Aleksandr Novak mögliche Schritte nach dem jüngsten Rückzug Russlands aus dem geplanten South Stream-Gaspipeline-Projekt.

Szijjarto sagte gegenüber MTI, dass sie auch alternative Möglichkeiten zur Lieferung russischen Gases nach Mitteleuropa sowie Möglichkeiten zur Stärkung der Präsenz des ungarischen Öl- und Gasunternehmens Mol in Russland erörtert hätten.

Er begrüßte es als eine gute Nachricht sowohl für Ungarn als auch für ganz Europa, dass Novak das Engagement Russlands für eine weitere Zusammenarbeit im Energiebereich mit Europa in der Zukunft bekräftigte.

Novak bekräftigte außerdem den Plan Russlands, die gesamte Gasmenge, die ursprünglich von South Stream geliefert werden sollte, an eine Anlage in der Türkei zu liefern, wo nahe der Grenze zu Griechenland ein großes regionales Gasverteilungszentrum errichtet werden soll, sagte Szijjarto.

Eine damit verbundene Aufgabe werde es für Ungarn sein, die finanziellen, technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen, um von Russland und teilweise von Aserbaidschan über die Türkei und Südosteuropa geliefertes Gas nach Mitteleuropa zu bringen, fügte er hinzu.

Ungarn müsse daher Gespräche mit Griechenland sowie den Ländern des Westbalkans über eine mögliche neue Gaslieferroute führen, sagte Szijjarto.

Der Minister fügte hinzu, dass er bereits letzte Woche Gespräche mit seinen mazedonischen und serbischen Amtskollegen geführt habe, und fügte hinzu, dass diese Verhandlungen in den ersten Monaten des Jahres 2015 intensiviert würden.

Szijjarto sagte, der geplante Ausbau des einzigen ungarischen Kernkraftwerks in Paks sei nicht im Detail besprochen worden. Novak erklärte mit Zufriedenheit, dass Russland und Ungarn bei der Aufrechterhaltung und Steigerung der ungarischen Kernenergiekapazität zusammenarbeiten. Szijjarto sagte, Novak habe ihm versichert, dass die Zusammenarbeit des führenden russischen staatlichen Kernenergieunternehmens Rosatom mit Ungarn weiterhin reibungslos verlaufen werde.

Zur Situation des ungarischen Mol in Russland sagte Novak, es verstoße nicht gegen Moskaus Interesse, wenn das Unternehmen weiterhin auf dem russischen Ölmarkt präsent sei und dort weitere Möglichkeiten erschließe.

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