Ungarn Investitionsvolumen im Q1 um 9,6 pc gesunken

Budapest, 30. Mai (MTI) – Das Investitionsvolumen in Ungarn ist im ersten Quartal 2016 um jährlich 9,6 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Zentralamt (KSH) am Montag mit.
Das Investitionsvolumen ging nach einem Wachstum um 7 Prozent im vierten Quartal 2015 zurück.
Der Investitionsrückgang sei hauptsächlich auf die Abwicklung von aus Mitteln der Europäischen Union finanzierten Entwicklungen zurückzuführen, die sich stärker auf Investitionen zentraler Haushaltsorganisationen auswirkten, sagte KSH. In weniger davon betroffenen Gebieten wie Maschineninvestitionen und in bestimmten Sektoren wie dem verarbeitenden Gewerbe sei der Rückgang moderater ausgefallen, fügte KSH hinzu.
Das Investitionsvolumen im verarbeitenden Gewerbe ging im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent zurück.
Die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe beliefen sich auf diese Weise im ersten Quartal auf 271,1 Milliarden Forint (862,9 Mio. EUR).
Für alle Sektoren zusammengenommen summierten sich die Investitionen in absoluten Zahlen auf 754,2 Milliarden Forint zu jeweiligen Preisen.
Die Logistikinvestitionen gingen um 41,2 Prozent zurück und beliefen sich auf 70,4 Milliarden Forint, und die Agrarinvestitionen gingen um 9,7 Prozent zurück und erreichten 43,7 Milliarden Forint.
Die Bauinvestitionen gingen um 19,2 Prozent auf 281,9 Milliarden Forint zurück und die Investitionen in Maschinen, Ausrüstung und Fahrzeuge gingen mit 457,2 Milliarden Forint um 3,0 Prozent zurück.
2015 betrug das Investitionsvolumenwachstum 0,6 Prozent, absolut gesehen kamen die Investitionen auf 5,582 Billionen Forint.
Von MTI befragte Analysten sagten, der Investitionsrückgang sei keine Überraschung gewesen, sagten jedoch, dass das Ausmaß des Rückgangs die Erwartungen übersteige.
Chefanalyst der K – und H-Bank Dávid Németh merkte an, dass dies die schwächsten Investitionsdaten der vergangenen vier Jahre seienEs sei ungünstig, dass das Investitionsvolumen im Unternehmenssektor um fast 5 Prozent gesunken seiDie Frage sei, ob es sich um einen einmaligen Rückgang der Investitionen im Unternehmenssektor handele oder ob sich daraus ein langfristiger Trend entwickeln werde, fügte er hinzu.
Gergely Suppán von der Takarékbank sagte, die Investitionen könnten in naher Zukunft mit der Einrichtung neuer Automobilkapazitäten wieder wachsen, was durch mehrere Unternehmensumfragen gestützt werde. Wohnungsbauinvestitionen könnten im nächsten Jahr erheblich zum Investitionswachstum beitragen, fügte er hinzu Suppán prognostizierte für den verbleibenden Teil des Jahres einen immer langsameren Rückgang und ein Investitionswachstum von bis zu 5 Prozent oder etwas mehr im nächsten Jahr.

