Ungarn wendet sich wegen russischer Sanktionen an Brüssel

Budapest, 12. September (MTI) – Ungarn hat die EU aufgefordert, Obst- und Gemüsesubventionen auf die Tagesordnung des Sonderausschusses für Landwirtschaft zu setzen, nachdem Brüssel am Mittwoch die Beihilfen für Landwirte ausgesetzt hatte, die von russischen Sanktionen betroffen waren.
Ungarns Landwirtschafts- und Regionalentwicklungsamt (MVH) teilte am Freitag in einer Erklärung mit, dass Agrarkommissar Dacian Ciolos die Aussetzung am 10. September angekündigt habe, und argumentierte, dass die vorläufigen Beihilfeanträge der Mitgliedstaaten die durchschnittlichen EU-Exporte nach Russland um ein Vielfaches überschritten hätten.
MVH sagte, dass der EU-Agrarausschuss das Thema unverzüglich diskutieren sollte, um eine transparente und verantwortungsvolle Nutzung der Ressourcen sicherzustellen Ungarn habe bereits bei der Diskussion des Hilfsvorschlags angedeutet, dass mehr als 125 Millionen Euro erforderlich seien, heißt es in der Erklärung weiter.
Der MVH stellte fest, dass in Ungarn die vorläufigen Beihilfeanträge gering seien und nur von 226 Antragstellern eingegangen seien.
