Ungarn werde mehr Flüchtlinge sehen, sagt ein Forschungsunternehmen

Budapest, 15. Mai (MTI) – Ungarn könnte einen deutlichen Anstieg der Flüchtlinge verzeichnen, wie in den Vorschlagsentwürfen der Europäischen Kommission zur Einwanderung prognostiziert, teilte das Zentrum für Grundrechte am Freitag mit.
Der Entwurf enthält einen Vorschlag zur Zuweisung einer Quote für die Zahl der Asylsuchenden, die von jedem EU-Mitgliedstaat aufgenommen werden sollen, basierend auf bestimmten Indikatoren, sagte das Forschungsunternehmen. Die Analyse des Unternehmens auf der Grundlage des EU-Vorschlags ergab, dass das Quotensystem eingeführt worden wäre Im vergangenen Jahr hätte Ungarn fast sechsmal so vielen Einwanderern Asyl gewähren müssen wie tatsächlich.

Die Europäische Union habe im Jahr 2014 625.000 Asylanträge erhalten, von denen 185.000 von den Mitgliedstaaten bewilligt worden seien, sagten sieWenn Ungarn im vergangenen Jahr etwa 43.000 illegale Einwanderer aufgenommen habe, sei nur 500 von ihnen der Flüchtlingsstatus zuerkannt worden, was einem Anteil von 0,3 Prozent an der Gesamtzahl der Flüchtlinge in der EU entspreche, sagte das Zentrum für Grundrechte.

Das Zentrum sagte, dass die Anwendung der von der Kommission vorgeschlagenen Zuteilungsmethode auf die Zahlen des letzten Jahres zeige, dass Ungarn voraussichtlich 1,53 Prozent der Gesamtzahl der Asylsuchenden in der EU eingestellt hätte, was bedeutet, dass Ungarn 3.000 Asylsuchenden den Flüchtlingsstatus hätte gewähren müssen der 185.000 Menschen, die 2014 von der Europäischen Union aufgenommen wurden.

Da die Zahl der Asylsuchenden in der EU seit 2008 um 400.000 gestiegen ist und ein Drittel der Anträge auf Zuerkennung des Flüchtlingsstatus bewilligt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass Ungarn auf der Grundlage dieses Vorschlags verpflichtet wäre, noch mehr Asyl zu gewähren Einwanderer, heißt es in der Analyse.

In der Analyse wurde festgestellt, dass der Vorschlag zwar noch nicht rechtsverbindlich sei, aber den Grundstein für eine gemeinsame Einwanderungspolitik legen könne, die nach 2016 durchgesetzt werden könne.

Das Forschungsunternehmen sagte, eine solche Agenda würde die Unterstützung aller Mitgliedstaaten erfordern. Jüngste Kommentare einiger Regierungschefs deuten jedoch darauf hin, dass die Mitgliedstaaten und EU-Gremien für eine heftige Debatte angesetzt sind.

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