Ungarn würde die Effizienz der Strafverfahren verbessern

Unter der Schirmherrschaft des Justizministeriums sei eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, die die Effizienz der Strafverfahren weiter verbessern soll, sagte Justizministerin Judit Varga am Dienstag.
In einem Beitrag auf Facebook stellte Varga fest, dass die Dauer von Gerichtsverfahren seit der Einführung des neuen Strafprozessgesetzes im Jahr 2018 erheblich verkürzt wurde.
Im Jahr 2020 seien etwa zwei Drittel der vor niedrigeren Gerichten verhandelten Fälle innerhalb von 3 Monaten abgeschlossen worden, sagte der Minister und fügte hinzu, dass die Dauer der Strafverfahren von 362 im Jahr 2016 auf durchschnittlich 262 Tage gesunken sei.
Aufgrund der Beschleunigung der Strafverfahren sei die Zahl der laufenden Verfahren vor Bezirksverwaltungsgerichten um die Hälfte gesunken, von 29.967 auf 15.043 in den letzten vier Jahren, sagte Varga.
Sie sagte, es gebe immer noch wesentlich komplizierte Fälle, bei denen ein Gerichtsverfahren länger als die durchschnittliche Verfahrensdauer dauerte. „Um diese Ausnahmefälle zu beseitigen, wurde am Dienstag eine neue Arbeitsgruppe mit dem Ziel eingerichtet, die Effizienz der Justiz weiter zu verbessern“sagte Varga und fügte hinzu, dass die Aufgabe der Gruppe darin bestehen würde, das Strafverfahren in seiner Gesamtheit zu prüfen, von den Ermittlungen bis zur Anklageerhebung bis zum Abschluss des Verfahrens vor Gericht.
Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören Vertreter des Justizministeriums, des Innenministeriums, des Obersten Gerichtshofs (Kúria), der Nationalen Justizbehörde, der Generalstaatsanwaltschaft, des Nationalen Polizeipräsidiums und des Nationalen Steuer- und Zollamtes NAV, sagte der Minister.


