Ungarns Außenminister führt Gespräche in Georgien

Tiflis, 27. Juli (MTI) – Der ungarische Außenminister hat am Mittwoch in Tiflis mit georgischen Beamten über die euroatlantische Integration Georgiens sowie über die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen gesprochen.
Péter Szijjártó ist in Tiflis, um auf Einladung von Micheil Janelidse, seinem georgischen Amtskollegen, bei einem jährlichen Botschaftertreffen zu sprechen.
Szijjártó sagte MTI nach seinen Gesprächen, dass Ungarn die euroatlantische Integration Georgiens unterstütze, was dieses Land seiner Meinung nach in Zukunft zu einem noch stabileren Partner machen würde.
Ungarn habe die territoriale Integrität und Souveränität Georgiens stets unterstützt, sagte er und wies darauf hin, dass Ungarn dort neun Delegierte in der Überwachungsmission der Europäischen Union habe.
Er sagte, es sei inakzeptabel, dass Georgien von der EU immer noch keinen visumfreien Status erhalten habe, und argumentierte, dass das Land alle Zulassungskriterien erfüllt habe. Er forderte die NATO außerdem auf, Georgien zum Beitritt zum Militärbündnis einzuladen, und sagte, es sei der größte Nicht-NATO-Truppensteller in der Mission in Afghanistan.

Zu seinen Gesprächen über Wirtschaftsbeziehungen sagte Szijjártó, die beiden Länder würden ein Investitionsschutzabkommen unterzeichnen und definierte den Agrar- und Lebensmittelsektor als Hauptbereiche der Zusammenarbeit.
Die beiden Länder unterzeichneten ein Abkommen, nach dem Ungarn Georgien 5 Millionen Forint (16 000 EUR) als Beihilfe für die Renovierung eines Schulgebäudes zur Verfügung stellen wird, das im vergangenen Jahr bei einer Überschwemmung schwer beschädigt wurde.
Er sagte, Ungarn werde 50 georgischen Universitätsstudenten Stipendien gewähren.
In den ersten vier Monaten des Jahres seien die ungarischen Lebensmittelexporte nach Georgien um 14 Prozent gestiegen, sagte Szijjártó.
Foto: Außenministerium

