V4 unterzeichnet gemeinsames Memorandum zu Migration, Sicherheit und Ukraine auf dem EU-Gipfel

Die Ministerpräsidenten der Visegrad-Vier-Länder haben ein gemeinsames Memorandum unterzeichnet, in dem sie die Positionen ihrer Länder zu Migration, Sicherheit der Europäischen Union, dem Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine und dem gemeinsamen digitalen Markt darlegen.
In dem Memorandum, das am Donnerstag im Vorfeld des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel unterzeichnet wurde, erkannten die Ministerpräsidenten Ungarns, der Tschechischen Republik, Polens und der Slowakei an, dass die EU-Mitgliedstaaten einem Konsens über die Notwendigkeit, die Außengrenzen des Blocks vor Migrantenzuströmen zu schützen, näher gekommen seien, sagte jedoch, dass noch mehr Arbeit geleistet werden müsse, um die nationale Migrationspolitik zu koordinieren.
Im Hinblick auf die Sicherheit forderten die V4-Staats- und Regierungschefs andere Mitgliedstaaten auf, ihre Bemühungen auf die Bekämpfung von Terroranschlägen und Cyberkriminalität zu konzentrieren. Sie betonten außerdem, wie wichtig es sei, die EU-Richtlinie über Fluggastdatensätze (PNR) zu verabschieden, die ein gemeinsames System für Polizei- und Justizbeamte schaffen würde, um auf die Daten aller Flugpassagiere zuzugreifen, die in die, aus und innerhalb der EU reisen. Das Memorandum betont auch die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO.
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Die V4-Staats – und Regierungschefs bekräftigten die Unterstützung ihrer Länder für die Ratifizierung des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU und erklärten ihre Absicht, eine Lösung für die von den Niederlanden aufgeworfenen Fragen zu finden, wobei sie eine rasche Ratifizierung des Abkommens mit Unterstützung aller Mitgliedstaaten gewährleisten solltenDie EU muss auch die visumfreie Einreise ukrainischer Staatsbürger in den Block zulassenfügten sie hinzu.
Die Ministerpräsidenten forderten den Europäischen Rat außerdem auf, auf die Schaffung eines einheitlicheren digitalen Binnenmarktes zu drängen, der ihrer Meinung nach für die Förderung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in allen Regionen des Blocks von entscheidender Bedeutung sei. Ein Schlüsselelement dabei sei die Beseitigung von Hindernissen für grenzüberschreitende digitale Entwicklungen und Datenflüsse, sagten sie.
Foto: MTI

