Varga: Das Budget kann geändert werden, um die Kosten von Migrationsmaßnahmen widerzuspiegeln

Budapest, 14. September (MTI) – Wenn die Migrationskrise anhält, kann es notwendig sein, den Haushalt zu ändern, obwohl Maßnahmen vorerst durch interne Haushaltsübertragungen finanziert werden können, sagte der Wirtschaftsminister am Montag.
Mihaly Varga sagte in einem Interview mit der öffentlich-rechtlichen Nachrichten-Website hirado.hu, dass die Regierung fast 30 Milliarden Forint (96 Mio. EUR) für die Befestigung der serbisch-ungarischen Grenze ausgegeben habe. Hinzu kommen zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit Gesundheit, Bildung und Strafverfolgung, sagte er.
Das diesjährige Haushaltsdefizit soll 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragenWährend die besonderen staatlichen Maßnahmen die Reserven erschöpfen werden, stehen noch Finanzmittel aus dem Nationalen Schutzfonds zur Verfügung, sagte er.
Eine Priorität bestehe darin, sicherzustellen, dass die für Sicherheit und Grenzschutz ausgegebenen Beträge erhöht würden, während gleichzeitig die Stabilität der Gesundheitsversorgung und der Rentensysteme gewahrt bleibe, sagte VargaEine rote Linie sei der staatliche Rententopf, der nicht durchsucht werden dürfe, fügte er hinzu.
Der Minister sagte, er vertraue darauf, dass Ungarn externe Mittel für Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Migrationswelle erhalten werde.
Varga sagte, es gebe einige freie Kapazitäten auf dem ungarischen Arbeitsmarkt und dies solle vorerst die Bedürfnisse der Wirtschaft lösen. Er fügte hinzu, dass bei der Registrierung von Migranten oft deutlich wurde, dass einige von ihnen Analphabeten seien und keine andere Sprache als ihre eigene sprechen. Es ist also nicht die Arbeitskraft, die das Aufnahmeland bekommen würde, sondern eine zusätzliche Belastung durch Sozialausgaben.
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