Verbraucherpreisinflation 0,2 pc im April

Budapest, 10. Mai (MTI) – Die Verbraucherpreise in Ungarn stiegen im April jährlich um 0,2 Prozent, wie vom Statistischen Zentralamt (KSH) am Dienstag veröffentlichte Daten zeigen.

Schwellenländeranalysten in London hatten den Gesamt-VPI für April auf etwa Null geschätzt.

Der Gesamt-VPI stieg, nachdem er im März um 0,2 Prozent gesunken war.

Im Monatsvergleich kletterten die Verbraucherpreise im April um 0,8 Prozent und beschleunigten sich damit von einem Anstieg um 0,1 Prozent im März.

Die Kraftstoffpreise seien der Hauptfaktor sowohl für den jährlichen als auch für den monatlichen Anstieg, sagte KSH-Abteilungsleiter Borbala Minary. Die Lebensmittelpreise seien durch teurere saisonale Lebensmittel in die Höhe getrieben worden, fügte sie hinzu.

Der jährliche Rückgang der Kraftstoffpreise für Fahrzeuge verlangsamte sich von 16,7 Prozent im März auf 10,8 Prozent im April.

Die Lebensmittelpreise stiegen jährlich um 0,9 Prozent, die Preise in der Güterkategorie, zu der auch Fahrzeugkraftstoff gehört, sanken um 3,8 Prozent und die Energiepreise für Haushalte sanken um 0,1 Prozent.

Die saisonbereinigte Kerninflation, die volatile Kraftstoff- und Lebensmittelpreise ausschließt, stieg jährlich um 1,4 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von Steueränderungen stiegen die Verbraucherpreise jährlich um 0,4 Prozent, sagte KSH.

Das Wirtschaftsministerium sagte, niedrige Ölpreise auf den internationalen Märkten und eine negative Inflation in Europa hätten mildernde Auswirkungen auf die Inflation Ungarns gehabt.

Gergely Suppán, Analyst der Takarekbank, sagte, dass die Inflation aufgrund niedriger Kraftstoffpreise und Basiseffekte in den nächsten Monaten voraussichtlich um etwa null Prozent steigen werde.

Sándor Jobbágy, Analyst bei der CIB Bank, prognostizierte, dass der jährliche VPI im Jahr 2016 im Durchschnitt bei etwa 0,5 Prozent bleiben wird.

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