“Viele wollen Veränderung”: Ehemaliger Geheimdienstoffizier Ungarns spricht sich für Sicherheitskräfte aus

Ein ehemaliger Hauptmann des ungarischen Verfassungsschutzes hat sich öffentlich über die politische Einstellung der Mitarbeiter der Sicherheitskräfte des Landes geäußert.
Geheimdienstoffizier spricht über die Atmosphäre in den Sicherheitsdiensten
Bálint Tóth, der die Behörde im Oktober 2025 verließ, teilte seine Ansichten in einem Video mit und betonte, dass seine Entscheidung, sich zu äußern, nicht durch Ressentiments motiviert war. Tóth erklärte, dass er aus persönlichen Gründen freiwillig und in gutem Einvernehmen ausgeschieden ist.
Seit seinem Ausscheiden ist er unter einem anderen Namen als Lifestyle-Influencer wieder aufgetaucht. Er betonte, dass er mit seinen Kommentaren den Ruf seiner Kollegen im Geheimdienst und in der Strafverfolgung verteidigen wollte.

“Viele wollen Veränderung”
Tóth zufolge vertritt eine beträchtliche Anzahl von Fachleuten innerhalb der ungarischen Polizei und des Geheimdienstes oppositionelle Ansichten. Er argumentierte, dass diese Personen sich dem Schutz des Landes verschrieben haben und nicht irgendeiner politischen Partei dienen.
“Sie hoffen genauso auf einen politischen Wandel wie jeder andere auch”, sagte er und fügte hinzu, dass die Öffentlichkeit die Beweggründe der Uniformierten oft missversteht. Tóth stellte auch klar, dass er keine geheimen Informationen preisgeben würde. Er wolle eine Perspektive bieten und keine Geheimnisse preisgeben.
Er kritisierte die Wahlkampfrhetorik scharf
Der ehemalige Offizier kritisierte die Verwendung von Kriegsängsten in politischen Kampagnen in Ungarn und nannte solche Taktiken “widerlich”, obwohl er echte globale Sicherheitsbedenken anerkennt. Er wies auf die Rolle von Organisationen wie der NATO und der Europäischen Union hin und argumentierte, dass deren strategische Planung reale Bedrohungen durch Russland widerspiegele und nicht auf rücksichtslosen Provokationen beruhe.
Hat die Regierung Spionageprogramme in der IT-Infrastruktur der Theiß-Partei eingesetzt?
Die politische Landschaft Ungarns ist nach den neuen Anschuldigungen von Péter Magyar, dem Vorsitzenden der Theiß-Partei, der behauptet, dass ausgeklügelte Spionageprogramme gegen seine Bewegung eingesetzt wurden, härter denn je.
Laut Magyar handelt es sich bei der fraglichen Software um Candiru, ein in Israel entwickeltes Überwachungsprogramm, das weithin als Nachfolger von Pegasus gilt. In seiner Erklärung vom Donnerstag behauptete Magyar, dass sich die ungarischen Geheimdienste nicht nur auf Infiltration, Nötigung und Einschüchterung verlassen, sondern auch fortschrittliche Cyber-Tools zur Überwachung politischer Gegner eingesetzt haben.
Er deutete außerdem an, dass die Operation möglicherweise in Zusammenarbeit mit “östlichen Mächten” durchgeführt wurde, was Bedenken hinsichtlich möglicher internationaler Dimensionen weckt. Wir haben kürzlich über das Komplott geschrieben , das die Polizei nicht untersuchen wollte.
