Vorsicht: Fettreiche Ernährung verursacht Schäden im menschlichen Körper und sogar im Gehirn!

Eine Ernährung, die reich an Fett, Zucker und extrem verarbeiteten Lebensmitteln ist, kann weit mehr Schaden anrichten als bisher angenommen. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sie die Bauchspeicheldrüse langfristig schädigen und sogar das Gedächtnis beeinträchtigen kann – und das schon nach kurzer Zeit des Genusses.

Neue Forschung zeigt besorgniserregende Ergebnisse

Nach Angaben von Forschern des schwedischen Karolinska-Instituts kann die durch die so genannte westliche Ernährung verursachte Fettleibigkeit zu strukturellen Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse führen, die möglicherweise nicht vollständig reversibel sind. Zu den Lebensmitteln, die typischerweise mit dieser Ernährungsweise in Verbindung gebracht werden, gehören Fast Food, frittierte und panierte Mahlzeiten und andere beliebte Gerichte, die viel Fett, Salz und Zucker enthalten. Während ihre negativen Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit bekannt sind, weisen die neuen Erkenntnisse auf einen spezifischeren und besorgniserregenden Mechanismus hin, wie Haszon.hu berichtet.

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Illustration. Quelle: depositphotos.com

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf die winzigen Blutgefäße, die die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, auch bekannt als Langerhans-Inseln, versorgen. Diese Zellhaufen produzieren lebenswichtige Hormone wie das Insulin, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Die Studie ergab, dass Fettleibigkeit diese Blutgefäße stört, ihre Wände verdickt und den Blutfluss verringert. Infolgedessen hat das Insulin Schwierigkeiten, effizient in den Blutkreislauf zu gelangen, was zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel beiträgt.

Es gibt auch noch andere Risiken, und die Schäden sind dauerhaft

Professor Per-Olof Berggren, der Hauptautor der Studie, erklärte, dass diese versteckten Gefäßveränderungen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Glukoseintoleranz spielen – ein Zustand, bei dem der Blutzuckerspiegel höher als normal, aber noch nicht im diabetischen Bereich ist. Bleibt dieser Zustand unkontrolliert, erhöht sich das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, erheblich.

In Experimenten wurden männliche Mäuse, die 12 Wochen lang eine fettreiche westliche Diät erhielten, fettleibig und glukoseintolerant. Noch beunruhigender ist, dass die meisten Schäden bestehen blieben, nachdem sie fast sechs Monate lang zu einer gesunden Ernährung zurückgekehrt waren. Die Blutgefäße der Bauchspeicheldrüse funktionierten weiterhin schlecht und reagierten nicht auf VEGF-A, ein Protein, das für das Wachstum und Überleben der Blutgefäße wichtig ist.

Die Forscher identifizierten auch ein Molekül, die so genannte atypische Proteinkinase C (aPKC), die als Reaktion auf fett- und zuckerhaltige Ernährung überaktiv wird. Dieses Molekül blockiert die normale Signalübertragung in den Blutgefäßen und verhindert so eine Erholung, selbst nach einer Verbesserung der Ernährungssituation. Obwohl die Ergebnisse auf Tiermodellen beruhen und möglicherweise nicht vollständig auf den Menschen übertragbar sind, geben sie nach Ansicht der Autoren Anlass zu ernster Sorge.

In der Zwischenzeit deutet eine andere Studie der Universität von North Carolina darauf hin, dass Fast Food das Gehirn ebenso schnell beeinträchtigen kann. Die Forscher fanden heraus, dass schon wenige Tage mit fettreichen Mahlzeiten bestimmte gedächtnisrelevante Neuronen im Hippocampus des Gehirns stören. Die gute Nachricht ist, dass dieser Effekt reversibel zu sein scheint, wenn man zu normalem Essen zurückkehrt oder intermittierendes Fasten praktiziert.

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