Weitere staatliche Erwerbe könnten Haushaltsänderungen erfordern, sagt Minister

Budapest, 4. August (MTI) „Die ungarische Regierung könnte bis zum Jahresende Akquisitionen tätigen, die Änderungen am Staatshaushalt erfordern, sagte der nationale Entwicklungsminister Miklos Sesztak in der Montagsausgabe der Wirtschaftszeitung Napi Gazdasag.
Sesztak sagte, die Regierung wolle zusätzlich zur MKB Bank Akquisitionen tätigen. Beispielsweise werde erwartet, dass die Gespräche mit dem ausländischen Eigentümer des Rollmaterial-Joint-Ventures Bombardier MAV bald abgeschlossen würden, sagte er.
Der Minister sagte, das Parlament könne im Herbst einer Gesetzesänderung zustimmen, die es dem Staat ermöglicht, das volle Eigentum an den Ungarischen Elektrizitätswerken (MVM) zu übernehmen. Der Staat besitzt bereits mehr als 99 Prozent von MVM.
Ungarns Regierung hatte zuvor erklärt, sie wolle den Anteil des Staates an Sektoren von strategischer nationaler Bedeutung erhöhen.
Der Minister sagte, MVM-Beamte hätten bereits Gespräche über einen langfristigen Gaskaufvertrag mit Russland aufgenommen, der 2015 ausläuft, größere Entwicklungen seien jedoch nicht vor dem 20. August zu erwarten.
Sesztak bestätigte gegenüber der Zeitung, dass er trotz der wiederholten Vorwürfe der Opposition, der Minister habe in der Vergangenheit als Anwalt bei zwielichtigen Geschäften mitgeholfen, nicht vorhabe, zurückzutreten.
Foto: MTI – Zoltan Mathe

