Verteidigungsminister: Ungarn ist ein engagiertes Mitglied der NATO

Ungarn sei ein engagiertes Mitglied der NATO, sagte Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky am Montag bei einem Treffen der Militär- und Luftwaffensoldaten.
Im Gegensatz zu den meisten Mitgliedstaaten, die eine militärische Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts fordern, behält Ungarn eine friedensfreundliche Position bei und unterstützt Waffenstillstands- und Friedensgespräche Er sagte.
Der Minister nannte die jüngste Pandemie, den Russland-Ukraine-Krieg, erneute Spannungen auf dem Balkan und die Migration als jüngste und anhaltende Sicherheitsfaktoren, die die Ungarn betreffen, und fügte hinzu, dass die Militärdiplomatie souveräne Lösungen für diese Herausforderungen finden müsse. Er hob auch den Serbien-Kosovo-Konflikt aus der Sicht der ungarischen nationalen Sicherheit hervor.
Unterdessen sagte er, Europa sei durch bewaffnete Konflikte im Nahen Osten und in Afrika bedroht, die islamische dschihadistische Bewegungen hervorbrachten, deren Terroristen möglicherweise auf Migrationswellen reiten könnten Probleme müssten an ihrem Ursprungsort und nicht an den Grenzen Europas angegangen werden, fügte er hinzu.
Die Entwicklung der ungarischen Streitkräfte reagiere schnell auf das sich verändernde Umfeld, sagte der Minister und fügte hinzu, dass dies weit mehr als die Beschaffung von Ausrüstung betreffe. Dies genieße, sagte er, breite soziale und politische Unterstützung in Anerkennung der dringenden Notwendigkeit, die Streitkräfte umzugestalten, ein Projekt, das vor einem Jahrzehnt begann.
Neben den professionellen Streitkräften sei eine Territorialverteidigungstruppe zur Verteidigung des Heimatlandes eingerichtet worden, während die inländische Verteidigungsindustrie, an der sowohl Forschung und Entwicklung als auch das verarbeitende Gewerbe beteiligt seien, rasch vorankomme, sagte er. Ungarn gebe dieses Jahr bereits 2 Prozent des BIP für die Verteidigung aus.
Szalay-Bobrovniczky verwies auf die Teilnahme Ungarns NATO Einsätze wie die KFOR-Mission im Kosovo, die Luftraumüberwachung über dem Baltikum und die Unterstützung der Slowakei bei der Luftraumüberwachung bis zur Ankunft ihrer neuen Kampfflugzeuge. Außerdem werde Ungarn in der zweiten Jahreshälfte 2024 die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen und so eine Chance bieten, die Sicherheitspolitik zu fördern, fügte er hinzu.
Zu den Neubeschaffungen gehören PzH 2000-Selbstfahrhaubitzen, Mehrzweckhubschrauber H225 M, Leopard 2A7-Panzer, NASAMS-Luftverteidigungssysteme und gepanzerte taktische Gridan-Fahrzeuge. Nächstes Jahr werden militärische Trainer- und leichte Kampfflugzeuge vom Typ L-39NG in Dienst gestellt, stellte der Minister fest.
Wie wir im Juni berichteten, würden die Ungarn den Österreichern und Deutschen lieber näher sein als den Russen, Details HIER.

