Österreich LKW-Migrantenschmuggler bleiben in Untersuchungshaft

Kecskemét, 18. Mai (MTI) (Mutmaßliche Schmuggler, die am Tod von 71 Migranten beteiligt waren, die in einem Kühllastwagen erstickt waren, der durch Ungarn fuhr und 2015 in Österreich entdeckt wurde, sollen in Untersuchungshaft bleiben, teilte ein Gericht in Zentralungarn am Donnerstag mit.
Ihre Untersuchungshaft sei notwendig, weil die Gefahr bestehe, dass die Ausländer angesichts der voraussichtlich zu erwartenden strengen Strafen vor den Behörden fliehen oder sich verstecken könnten, teilte das Gericht in Kecskemét in einer Mitteilung mitDie Verdächtigen haben keine Arbeit und kein regelmäßiges Einkommen in Ungarn, so dass auch die Gefahr besteht, dass sie ihre kriminellen Aktivitäten wieder aufnehmen würden, fügte die Erklärung hinzu.
Der Anwalt eines der Verdächtigen hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt, im Fall der anderen bleibt das Urteil jedoch unangefochten.
Der Prozess wird am 21. Juni in Kecskemét beginnen.
Den Vorwürfen zufolge wurden zwischen Februar 2015 und August desselben Jahres insgesamt 1.200 Menschen 31 Mal illegal in versiegelten und überfüllten LKW-Abteilen nach Westeuropa transportiert, heißt es in einer früheren Erklärung des Gerichts.
Bei den Verdächtigen handelt es sich um 11 Männer afghanischer, bulgarischer und libanesischer Staatsangehörigkeit.
Die Staatsanwälte fordern lebenslange Haftstrafen im Fall von vier Verdächtigen und eine befristete Haftstrafe sowie die Ausweisung aus Ungarn im Fall von sieben.
Zu den Opfern, die am 27. August 2015 im Lastwagen mit auf der Hartschulter der Autobahn A4 bei Parndorf, Österreich, zurückgelassenen ungarischen Nummernschildern gefunden wurden, gehörten auch Migranten aus Afghanistan, Syrien und dem Irak.
Der Lastwagen, der von Kecskemét aus startete, wurde von einem 25-jährigen Bulgaren in Begleitung eines 38-jährigen Landsmanns gefahren.

