Der ungarische Verteidigungsminister begrüßt Plan für EU-Verteidigungsfonds

“Die Europäische Union muss daran arbeiten, die Sicherheit ihrer Bürger gewährleisten zu können”, sagte Verteidigungsminister István Smicskó am Donnerstag im Kossuth Radio.

Der Minister nahm an einem informellen Treffen der EU-Verteidigungsminister in der maltesischen Hauptstadt Valetta teil.

Im Telefoninterview sagte er, dass die Entwicklung von Verteidigungsfähigkeiten innerhalb der Europäischen Union zunehmend stärker in den Vordergrund gerückt werde. Dies liege wahrscheinlich daran, dass sich die europäischen Bürger weniger sicher fühlten, fügte er hinzu und betonte, dass neben der Entwicklung von Verteidigungsfähigkeiten auch die Erhöhung der finanziellen Ressourcen erforderlich sei auf die man sich in Zukunft konzentrieren müsse.

Herr Simicskó wies darauf hin, dass bei dem Treffen auch festgestellt worden sei, dass die EU neue Lösungen für Herausforderungen aus dem Süden, Terrorismus, Menschenschmuggel und Waffenhandel finden müsse.

An dem Treffen nahm auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg teil, was laut Herrn Simicskó ungewöhnlich ist und darauf hindeutet, dass eine starke Zusammenarbeit zwischen der NATO und der Europäischen Union erforderlich ist, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Für die Verwaltungen sei es wichtig, die zwischenstaatliche Zusammenarbeit zu stärken, sagte er und fügte hinzu, dass dies aus militärischer Sicht für Ungarn akzeptabel sei, und wies darauf hin, dass die V4-Zusammenarbeit ein hervorragendes Beispiel für die Art der erforderlichen Zusammenarbeit sei.

Nach Ansicht des Ministers ist auch die Idee, dass die EU einen sogenannten Verteidigungsfonds einrichten sollte, um militärische Forschung und Entwicklung durch die Bereitstellung von Finanzmitteln zu erleichtern, ein richtiger Weg.

Herr Simicskó sagte auch, dass die EU im Interesse der Migrationssteuerung eine Einigung mit Libyen erzielen sollte, wo die Lage derzeit instabil sei. Es sei jedoch nicht nur wichtig, Libyen Mittel zur Verfügung zu stellen und die Sicherheitskräfte des Landes zu verstärken, sondern auch die Südgrenze Libyens müsse gestärkt werden und Ägypten müsse sich auch an der Lösung der Situation beteiligen.

Foto: Gergely Botár / kormany.hu

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *