Viele Revolut-Nutzer können immer noch nicht auf ihre Krypto-Gelder zugreifen: hier ist das neueste Update

Revolut Digital Assets Europe hat von der zypriotischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde offiziell die MiCA-Lizenz für Krypto-Dienstleistungen erhalten. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen, da die neue europäische Regulierung von Krypto-Dienstleistern die Einhaltung strengerer Verbraucherschutz- und Betriebsstandards verlangt. Laut Revolut wird die Änderung mehr Schutz, Transparenz und Zuverlässigkeit für die Nutzer bringen – aber was bedeutet das für die Kunden in Ungarn?

Was ist die MiCA-Lizenz und warum ist sie wichtig?

MiCA (Markets in Crypto-Assets) ist der neue, einheitliche Regulierungsrahmen der Europäischen Union für den Kryptowährungsmarkt. Unternehmen mit dieser Lizenz sind verpflichtet,:

  • die digitalen Vermögenswerte ihrer Kunden auf klare und überprüfbare Weise zu verwalten,
  • transparente Informationen über Risiken und Gebühren bereitstellen,
  • einen stabilen und transparenten Betrieb gewährleisten.

Laut Revolut wird das Unternehmen nach Erhalt der Lizenz keine Krypto-Handelsaufträge mehr an Dritte weiterleiten, sondern die Transaktionen mit eigenem Kapital durchführen, berichtet Portfolio. Mit anderen Worten: Die Nutzer werden nun direkt mit Revolut handeln und nicht mehr über einen externen Dienstleister.

Was ändert sich im System von Revolut?

Die Umstellung der Dienstleistungen wird schrittweise erfolgen und am 25. November 2025 vollständig in Kraft treten. Revolut erklärt, dass die Kunden keine Maßnahmen ergreifen müssen. Das Unternehmen wird auch seine eigene Krypto-Handelsplattform, Revolut X, weiterentwickeln, die als unabhängige und regulierte Plattform betrieben wird.

Revolut verspricht außerdem, dass in den kommenden Monaten neue Funktionen und Produkte eingeführt werden, während sich das Unternehmen an die MiCA-Verordnung anpasst.

Und was ist mit den ungarischen Nutzern?

Hier kommt der entscheidende Punkt: In Ungarn gelten immer noch nationale Vorschriften, die den Zugang zu Krypto-Diensten einschränken. Aus diesem Grund können Revolut-Nutzer in Ungarn nicht frei auf ihr gesamtes Krypto-Portfolio zugreifen, berichtet Pénzcentrum.

Im Juli 2025 trat ein Gesetz in Kraft, das nicht genehmigte Krypto-Börsenaktivitäten als Straftatbestand einstuft. Aus diesem Grund hat Revolut seine Krypto-Dienste in diesem Sommer teilweise ausgesetzt und später nur in eingeschränkter Form wieder aufgenommen.

Das Unternehmen sagt jedoch, dass es sich in laufenden Gesprächen mit den ungarischen Behörden befindet:

“Für Kunden mit Wohnsitz in Ungarn bleiben die derzeitigen Beschränkungen für Krypto-Dienste bestehen. Wir werden Sie informieren, sobald wir neue Informationen darüber haben, wann diese Beschränkungen aufgehoben werden können.”

Die MiCA-Lizenz ist zwar ein wichtiger Schritt, aber sie löst die Situation in Ungarn nicht. Die Lösung hängt davon ab, wann Ungarn seine eigenen Lizenzierungsregeln einführt.

Wann könnten die Beschränkungen aufgehoben werden?

Es ist derzeit kein Zeitplan bekannt. Tatsächlich sind die detaillierten Vorschriften, die für die Erteilung der ungarischen Lizenz erforderlich sind, noch nicht veröffentlicht worden, so dass alle Marktteilnehmer in Ungarn derzeit warten.

Bis dahin müssen ungarische Nutzer weiterhin mit eingeschränktem Zugang und reduzierten Handelsmöglichkeiten rechnen.

Revolut ist nun bereit, in der gesamten EU umfassende Krypto-Dienstleistungen anzubieten, aber in Ungarn müssen die Nutzer noch auf regulatorische Fortschritte warten. Das Fintech-Unternehmen sagt, dass es seine Kunden sofort benachrichtigen wird, wenn es ein konkretes Datum oder eine Entwicklung gibt.

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