Ein ungarischer Gefangener wird in Venezuela freigelassen

Die venezolanischen Behörden haben einen ungarischen Staatsbürger aus der Haft entlassen, teilte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó am Dienstag mit.
Nach Angaben des Ministers wurden drei ungarische Staatsangehörige in venezolanischen Gefängnissen festgehalten, einer von ihnen wurde am Dienstag freigelassen. Die Bemühungen um die Freilassung der beiden anderen ungarischen Staatsbürger werden fortgesetzt.
“Wir setzen unsere Arbeit fort, um die Freilassung unserer beiden anderen Landsleute sicherzustellen”, schrieb Szijjártó in einem Facebook-Post.
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Gefangenenbefreiung in Venezuela im Gange
Die Freilassung des ungarischen Gefangenen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Venezuela mit der Freilassung weiterer Gefangener begonnen hat. Die venezolanische Regierung gab an, dass bisher 116 Gefangene freigelassen wurden, obwohl Menschenrechtsorganisationen von deutlich niedrigeren Zahlen berichten, die zwischen 49 und 65 Freilassungen liegen.
Laut Reuters haben Oppositionsgruppen und Menschenrechtsaktivisten das langsame Tempo des Prozesses kritisiert und darauf hingewiesen, dass Familienangehörige von Gefangenen seit Tagen vor den Gefängnissen warten und auf Nachrichten über ihre Angehörigen hoffen.
Die venezolanische Regierung behauptet, dass diejenigen, die freigelassen werden, zuvor für Handlungen verurteilt wurden, die sie als Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung und der nationalen Stabilität bezeichnet, während sie weiterhin bestreitet, Gefangene aus politischen Gründen festzuhalten.
Internationaler Druck und laufende Verhandlungen
Die Freilassung der Gefangenen wird seit langem von internationalen Organisationen, Menschenrechtsgruppen und Oppositionellen gefordert, die schätzen, dass in ganz Venezuela noch Hunderte von politischen Gefangenen in Haft sind.
Die ungarische Regierung hat keine Einzelheiten über die Umstände der Inhaftierung der ungarischen Staatsbürger bekannt gegeben, aber bestätigt, dass diplomatische Bemühungen im Gange sind, um die Freilassung der beiden verbleibenden Inhaftierten zu erreichen.
Wie wir bereits berichteten, kündigt US-Präsident Trump einen Besuch in Ungarn an, da vor den Wahlen immer mehr auf dem Spiel steht

