Sperrung des Güterverkehrs an der ungarischen und serbischen Grenze

Der Schwerlastverkehr wird ab Montagnachmittag an mehreren wichtigen Grenzübergängen zwischen Ungarn und Serbien ausgesetzt, nachdem serbische und bosnische Speditionsverbände eine landesweite Demonstration angekündigt haben.

Die ungarischen Behörden warnen Transportunternehmen und Fahrer, sich auf größere Störungen einzustellen und wenn möglich alternative Routen zu benutzen.

Ungarisch-serbische Grenze wird für den Schwerlastverkehr gesperrt

Nach Angaben des ungarischen Polizeipräsidiums (ORFK) wird Serbien am Montag, den 26. Januar, ab 12:00 Uhr alle Fahrspuren für den Güterverkehr an den gemeinsamen Grenzübergängen mit den Schengen-Ländern schließen. Die Maßnahme wird auf unbestimmte Zeit in Kraft bleiben, abhängig von der Dauer der Proteste.

Auf dem ungarisch-serbischen Grenzabschnitt wird der Güterverkehr an den Grenzübergängen Röszke, Tompa und Hercegszántó in beiden Richtungen vollständig blockiert sein. Der Personenverkehr wird voraussichtlich nicht beeinträchtigt, aber in den umliegenden Gebieten kann es aufgrund des umgeleiteten Lkw-Verkehrs zu langen Warteschlangen und Staus kommen.

Die Behörden raten, alternative Routen zu planen

Um den Druck auf die Grenzgebiete zu verringern und größere Staus zu vermeiden, raten die ungarischen Behörden den Spediteuren dringend, alternative Transitrouten im Voraus zu planen. Lastwagen, die auf der Autobahn M5 unterwegs sind, wird empfohlen, auf die M43 auszuweichen und in Richtung Rumänien weiterzufahren und die Grenze bei Csanádpalota (Nagylak II.) zu überqueren. Diejenigen, die sich der rumänischen Grenze über die M4 nähern, sollten den Grenzübergang Nagykereki (Bors II.) benutzen.

Autofahrer, die auf der Autobahn M6 in Richtung Süden unterwegs sind, werden gewarnt, dass die Zufahrt in Richtung Serbien bei Hercegszántó vollständig gesperrt wird. Stattdessen sollten die betroffenen Fahrzeuge weiter in Richtung Kroatien fahren und die kroatischen Transitstrecken nutzen, um ihr Ziel zu erreichen.

Die Polizei hat auch eine Reihe von sicherheitsrelevanten Empfehlungen herausgegeben. Autofahrern wird dringend empfohlen, geschlossene Grenzabschnitte nicht direkt anzufahren und während der Wartezeit Großraum-LKW-Parkplätze entlang der Autobahnen M1, M0, M5 und M6 zu nutzen. Es wird empfohlen, die Rastplätze weit im Voraus zu planen und bereits im westlichen Grenzgebiet bei Hegyeshalom oder Rajka zu beginnen.

Ratschläge auch für Lkw-Fahrer

Die Behörden betonen, dass das Anhalten auf den Pannenstreifen der Autobahnen streng verboten ist und ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellt. Die Polizei wird gegen Fahrer vorgehen, die gegen die Parkvorschriften verstoßen.

In Anbetracht der ungewissen Dauer der Demonstration wird den Transportunternehmern außerdem empfohlen, sich vor der Abfahrt mit ausreichend Kraftstoff, Lebensmitteln und Trinkwasser zu versorgen. Autofahrern wird empfohlen, sich auf der offiziellen Határinfó-Website der Polizei über die aktuelle Lage an den Grenzen zu informieren und die Aktualisierungen auf den digitalen Verkehrsinformationstafeln über den Autobahnen zu verfolgen.

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