Feuer in Arbeiterwohnheim bei Budapest: Leichen in Trümmern nach Gasflaschenexplosion gefunden

Bei einem verheerenden Brand am frühen Morgen in einem Arbeiterwohnheim in Budakeszi, westlich von Budapest, sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und mehr als 20 verletzt worden, nachdem die Flammen das Dach eines zweistöckigen Gebäudes verschlungen hatten.
Nach Berichten von Index und der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur MTI brach das Feuer am Freitag gegen 2:15 Uhr im Sport Hotel in der Zichy Péter Straße aus, das als Unterkunft für Arbeiter diente. Die Behörden glauben, dass eine Explosion einer Gasflasche das Feuer ausgelöst haben könnte.
Der Dachstuhl brannte in voller Ausdehnung und das Gebäude fing auch dann noch mehrmals Feuer, als die Feuerwehr bereits mit dem Löschen der Flammen begonnen hatte, was die Rettungsarbeiten erheblich behinderte. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, standen bereits fast 200 Quadratmeter des reihenhausähnlichen Gebäudes in Flammen, und das Feuer griff auf die Dachkonstruktion über.

Bei der Suche entdeckte Leichen
Feuerwehrleute retteten zahlreiche Bewohner aus dem verqualmten Gebäude, während andere auf eigene Faust flohen. Gegen 8 Uhr morgens entdeckten Rettungskräfte bei der Durchsuchung der Trümmer zwei Leichen in den Ruinen. Die Behörden warnten, dass sich noch weitere Opfer in dem Gebäude befinden könnten, da mehrere Menschen zunächst nicht gefunden wurden.
Während die Katastrophenschutzbehörden zunächst nur von Verletzten berichteten, bestätigte Bürgermeisterin Ottilia Győri später, dass der Vorfall auch Todesopfer gefordert hatte, berichtete 444.hu.
Die lokale Zeitung Budakeszi Hír berichtete, dass das Feuer auch kurz vor 7 Uhr morgens noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden konnte, da Teile des Gebäudes immer wieder aufflammten.
Massenanfall von Verletzten eingeleitet
Unter der Leitung des Katastrophenschutzes des Komitats wurde eine groß angelegte Rettungsaktion eingeleitet. Berufsfeuerwehrleute aus der Hauptstadt setzten mehrere Hochdruckwasserstrahlen ein, um den Brand einzudämmen und entfernten außerdem mehrere zusätzliche Gasflaschen aus dem Gebäude, um weitere Explosionen zu verhindern.
Das Országos Mentőszolgálat entsandte mehr als 40 Sanitäter und 18 Krankenwagen im Rahmen seines Massenanfall von Verletzten.
Sprecher Pál Győrfi sagte, dass 22 Menschen medizinisch behandelt werden mussten. Vier erlitten lebensbedrohliche Verletzungen, drei wurden schwer verletzt und der Rest erlitt leichte Verletzungen. Die Verletzten wurden in acht Krankenhäuser in ganz Budapest transportiert.
Verkehrsbeschränkungen und lokale Unterstützung
Polizei, Beamte der öffentlichen Sicherheit und freiwillige Feuerwehrleute halfen am Unfallort und es wurden Verkehrsbeschränkungen entlang der betroffenen Strecke eingeführt. Die Stadtverwaltung stellte für die Vertriebenen Übernachtungsmöglichkeiten im Büro des Bürgermeisters zur Verfügung.
Eine Untersuchung der genauen Brandursache ist im Gange.
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