Schockierend: Ungarischer Tourist bei Elefantenangriff in Sri Lanka getötet

Ein 64-jähriger Ungar ist gestorben, nachdem er am Montag in Sri Lanka in der Gegend von Pidurangala-Sigiriya von einem wilden Elefanten angegriffen wurde. Der Mann war mit seiner Frau unterwegs, als sich der Vorfall ereignete.
Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Sigiriya gebracht, aber die Ärzte konnten sein Leben nicht retten. Die Polizei untersucht die Umstände der Tragödie.
Miklós Farkas, ein ungarischer Reiseleiter und Reiseveranstalter, der sich auf Sri Lanka spezialisiert hat und Gründer von srilanka.hu ist, ist vor Ort und meint, dass allein schon die geografischen Besonderheiten der Region besondere Vorsicht rechtfertigen.
Ein beliebtes und doch wildes Reiseziel
Die Region um den Sigiriya-Pidurangala-Felsen ist eines der bekanntesten Reiseziele des Landes, aber sie grenzt auch an ungezähmte Wildnis. Rund um die berühmte Felsenfestung und die Wandergebiete wechseln sich Reisfelder, Dörfer, Gästehäuser und dichter Dschungel ab. Das bedeutet, dass sich die Lebensräume der Elefanten oft mit den von Besuchern genutzten Straßen und Wanderwegen überschneiden.
Daher sind unerwartete Begegnungen mit wilden Tieren keine Seltenheit.
“Dies ist das Land der Elefanten”
Farkas, der sich auf die Organisation von Reisen nach Sri Lanka spezialisiert hat, sagt, dass allein schon die Geographie besondere Vorsicht rechtfertigt.
“In dem Gebiet, in dem dies geschah, gibt es mehrere Nationalparks. Die Elefanten bewegen sich frei zwischen ihnen, da sie die Parkgrenzen offensichtlich nicht kennen”, erklärte er. “Der Minneriya Nationalpark und der Hurulu Eco Park sind allesamt Elefantenland und beherbergen mehr als 3.000 Tiere, die frei in der Wildnis leben.”
Er betonte, dass eines der größten Missverständnisse darin besteht, dass Elefanten innerhalb der Nationalparks bleiben. In Wirklichkeit tauchen sie regelmäßig entlang von Straßen und in der Nähe von Siedlungen auf.
“Während der Touren ist es ganz normal, dass ein Elefant vor einen Bus tritt, anhält, sich umschaut oder die Straße überquert. Das ist wie eine Katze, die in Ungarn die Straße überquert – nur dass es sich um ein viel größeres und viel gefährlicheres Tier handelt”, sagte er.
Farkas fügte hinzu, dass Wanderungen ohne Führung besonders riskant sein können. Selbst erfahrene Reisende sollten es vermeiden, in bestimmten Teilen Sri Lankas allein loszuziehen. Er empfiehlt, Ausflüge im Voraus mit professionellen Veranstaltern und einheimischen Führern zu organisieren, die mit dem Terrain und den potenziellen Gefahren vertraut sind.
Teil eines größeren, langfristigen Problems
Nach dem Anschlag hat die Polizei eine Warnung herausgegeben, in der sie Touristen bittet, nicht allein außerhalb bewohnter Gebiete zu wandern und die angebrachten Sicherheitsschilder und -vorschriften zu beachten. Die Ermittler untersuchen auch die genaue Route, die das Paar genommen hat.
Die Tragödie wirft ein Schlaglicht auf ein seit langem bestehendes landesweites Problem, den Konflikt zwischen Menschen und Elefanten. Schrumpfende Lebensräume, die Ausweitung der Landwirtschaft und die Entwicklung der Infrastruktur haben Menschen und Elefanten zunehmend in engen Kontakt gebracht.
Eine Studie über den Zeitraum zwischen 1991 und 2018 ergab, dass in diesen drei Jahrzehnten mehr als 1.700 Menschen und fast 4.800 Elefanten bei solchen Begegnungen ums Leben kamen.
In der Region Sigiriya hat es bereits ähnliche Vorfälle gegeben. Im Jahr 2024 wurde ein kanadischer Tourist ebenfalls von einem Elefanten angegriffen, nachdem er von einer ausgewiesenen Sicherheitsroute abgewichen war.
Experten sagen, dass Vorbeugung das A und O ist: Auf markierten Wegen zu bleiben, Warnschilder ernst zu nehmen und die Ratschläge lokaler Führer zu befolgen, kann die Risiken in Gebieten, in denen sich Touristenpfade und Wildnis leicht überschneiden, erheblich verringern.
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