Antike Siedlung und Friedhof beim Ausbau der Autobahn M1 entdeckt – Fotos

Bei den vorbereitenden Arbeiten für den Ausbau der ungarischen Autobahn M1 wurden bedeutende archäologische Entdeckungen gemacht. Experten entdeckten mehr als hundert mittelalterliche Gräber sowie Spuren einer kurzlebigen Siedlung aus der Árpád-Zeit. Fotos der Funde wurden erst kürzlich veröffentlicht, da der Schutz der Artefakte seit Monaten Priorität hatte.

Antike Siedlung und Friedhof wurden bei Arbeiten an der Autobahn M1 gefunden
Nach Angaben des Projektkoordinators, Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt. (MKIF), war die archäologische Bewertung ein wichtiger Bestandteil des Bauprozesses der Autobahn M1. Die Forscher prüften zunächst historische Aufzeichnungen, analysierten Luftbilder und führten geophysikalische Untersuchungen durch, um potenzielle Fundstellen zu identifizieren. Probeausgrabungen bestätigten dann, dass das Gebiet wertvolle kulturelle Überreste enthielt.
Bei den Ausgrabungen entdeckten Spezialisten des Nemzeti Régészeti Intézet die Überreste eines spätavarischen Reihengräberfeldes. Insgesamt wurden mehr als einhundert Gräber dokumentiert, die ungefähr aus dem 8. bis 11. Die Gräber und die dazugehörigen Artefakte werden voraussichtlich wichtige Erkenntnisse über die Bevölkerung liefern, die einst in der Region lebte, schreibt Magyar Építők.
Ein weiterer wichtiger Durchbruch gelang den Archäologen des Rómer Flóris Művészeti és Történeti Múzeum, die Teile einer Siedlung aus dem 11. Jahrhundert aus der Árpád-Periode entdeckten. Zu den Überresten gehörten Häuser, Öfen, Gräben und deutlich sichtbare Strukturmuster, die auf eine kleine, aber organisierte Gemeinschaft hinweisen, die wahrscheinlich nur für kurze Zeit bewohnt war.
Falls Sie es verpasst haben: Der Name einer ungarischen Mikrobiologin soll auf dem Eiffelturm stehen! Unerwartete Tragödie: Turm der ungarischen reformierten Kirche aus dem 15. Jahrhundert stürzt ein.

