Gefährlicher Virus breitet sich in Europa aus und könnte dieses Jahr Ungarn erreichen

Eine neue wissenschaftliche Studie warnt davor, dass sich das tropische Chikungunya-Virus in weiten Teilen Europas ausbreiten könnte, da der Klimawandel zunehmend günstige Bedingungen für die Moskitos schafft, die die Krankheit übertragen.

Gefährlicher Virus möglicherweise auf dem Weg nach Ungarn

Wie The Guardian berichtet, kann das Virus, das früher weitgehend auf tropische Regionen beschränkt war, jetzt von invasiven asiatischen Tigermücken übertragen werden, die sich auf dem gesamten Kontinent niedergelassen haben. Die Krankheit ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und verläuft selten tödlich. Sie verursacht jedoch typischerweise Fieber und starke Gelenkschmerzen, die über Monate oder sogar Jahre anhalten können.

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Vom Ende des Frühlings bis zum Beginn des Herbstes

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die steigenden Temperaturen die potenzielle Übertragungssaison erheblich verlängern. In südeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland könnten Infektionen mehr als sechs Monate im Jahr möglich sein. In den mittel- und westeuropäischen Ländern – darunter Frankreich, Deutschland und Ungarn – besteht das Risiko einer Übertragung für drei bis fünf Monate im Jahr.

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Foto: depositphotos.com

Der Klimawandel ist real, und in Europa ist er noch viel realer

Die Studie, die in der Royal Society Publishing veröffentlicht wurde, ist die erste, die analysiert, wie die Temperatur die Inkubationszeit des Virus in der Mücke beeinflusst. Die Forscher stellten fest, dass die für die Übertragung erforderliche Mindesttemperatur bei 13-14°C liegt – etwa 2,5°C niedriger als frühere Schätzungen. Der Hauptautor Sandeep Tegar bezeichnete die Ergebnisse als “ziemlich schockierend” und wies darauf hin, dass sich Europa etwa doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt.

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Woher kommt dieses Virus und was können wir dagegen tun?

Chikungunya wurde erstmals 1952 in Tansania entdeckt und hat seitdem Millionen von Menschen in tropischen Regionen infiziert. In den letzten Jahren wurden in Europa vereinzelte Fälle in mehr als zehn Ländern registriert, während es im letzten Jahr zu großen Ausbrüchen in Frankreich und Italien kam. Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation sagte, dass die weitere Ausbreitung durch Mückenkontrolle und Sensibilisierung der Öffentlichkeit begrenzt werden könne. Er empfahl Präventivmaßnahmen wie Insektenschutzmittel und helle Kleidung, um die Zahl der Stiche zu verringern.

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