Ungarischer Arbeiter stirbt, Kollege kämpft nach Unfall in österreichischem Stahlwerk um Leben

Nach einem tragischen Arbeitsunfall in einem großen Stahlwerk in Leoben-Donawitz, Österreich, ist ein ungarischer Arbeiter gestorben und sein Kollege schwebt weiterhin in Lebensgefahr.
Nach Angaben von Index ereignete sich der Vorfall am Dienstagmorgen im Werk der Voestalpine Stahl Donawitz GmbH, einer der größten und modernsten Stahlproduktionsanlagen des Landes. Die beiden Männer im Alter von 26 und 20 Jahren waren Berichten zufolge mit Renovierungs- und Schneidarbeiten in einem unterirdischen Schacht beschäftigt, als plötzlich Kohlenmonoxid freigesetzt wurde.
Nach ersten Informationen der Polizei ereignete sich das Gasleck kurz vor Mittag während der Schneidearbeiten. Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das innerhalb von Minuten zur Bewusstlosigkeit führen und in hohen Konzentrationen tödlich sein kann.
Die beiden wurden von ihrem Vorgesetzten entdeckt, der sofort die Rettungsdienste alarmierte. Der ältere Arbeiter konnte nicht mehr reanimiert werden und starb noch am Unfallort. Sein jüngerer Kollege wurde mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 17 in ein Grazer Landeskrankenhaus geflogen, wo er nach Angaben der Ärzte weiterhin in kritischem Zustand ist und um sein Leben kämpft.
Die österreichischen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären. Neben der Polizei untersuchen auch Beamte des Arbeitsschutzes, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden und was die tödliche Gasentwicklung verursacht haben könnte.
Lokalen Berichten zufolge handelt es sich bei den beiden Opfern um ungarische Staatsangehörige aus Vésztő im Komitat Békés, die möglicherweise bei einem externen Subunternehmer in der Anlage beschäftigt waren, obwohl dies noch nicht offiziell bestätigt wurde.
Das Werk Donawitz, das seit 1878 in Betrieb ist, gilt als Flaggschiff der österreichischen Stahlindustrie und verwendet modernste Fertigungstechnologie.
Ein ähnlich unglücklicher Vorfall ereignete sich diese Woche in Ungarn:

