Großer Umbau der historischen U-Bahn M1 in Budapest geplant!

Budapests kultige U-Bahn M1, weithin bekannt als Millennium Underground Railway oder “kisföldalatti”, soll umfassend überholt und erweitert werden. Dies stellt eine bedeutende Veränderung für die älteste U-Bahn-Linie der Stadt (und des europäischen Kontinents!) dar.
Verlängerung nach Rákosrendező und Modernisierungspläne
Der Budapester Stadtrat hat die Renovierung und Erweiterung der M1 in den Mittelpunkt seiner strategischen Infrastrukturziele gestellt. Die Infrastruktur der Linie wurde zuletzt vor 30 Jahren teilweise renoviert, während das rollende Material inzwischen mehr als 50 Jahre im Einsatz ist, so dass eine umfassende Modernisierung dringend erforderlich ist.
Laut Ádám Bodor, stellvertretender Geschäftsführer für Mobilität beim Budapester Verkehrszentrum (Budapesti Közlekedési Központ, BKK), ist das zentrale Ziel des Projekts die Verlängerung der U-Bahnlinie bis zum Bahnhof Rákosrendező, schreibt InfoStart.
“Wir erwägen eine realistische erste Phase, die sich auf die Verlängerung nach Rákosrendező konzentriert. Gleichzeitig wollen wir einen bequemen Umsteigepunkt mit der Straßenbahnlinie 1 am Hungária Boulevard schaffen und eine vollständige Zugänglichkeit entlang der gesamten Strecke erreichen”, sagte Bodor.
Das Projekt umfasst auch die Modernisierung des Depots in der Mexikói-Straße, das für die Aufrechterhaltung des Betriebs der Linie unerlässlich ist, sowie die Modernisierung der Signal- und Zugsteuerungssysteme. Außerdem sind Verbesserungen an der Oberfläche, insbesondere im Bereich der Mexikói Road, geplant, die die laufenden Entwicklungen bei Rákosrendező ergänzen.

Zeitplan und Beschaffung
László Horváth, der Direktor für Investitionen der BKK, erläuterte den vorgeschlagenen Zeitplan: Die ersten Marktkonsultationen werden voraussichtlich im Februar 2026 beginnen, gefolgt von indikativen Ausschreibungen. Eine Entscheidung über die Einleitung des bedingten Vergabeverfahrens könnte bis April getroffen werden, wobei die Verträge für die Planungsphase wahrscheinlich im folgenden Frühjahr unterzeichnet werden.
Finanzierung noch ungewiss
Die Finanzierung des Projekts ist nach wie vor ungewiss. Das Vergabeverfahren ist zunächst an Bedingungen geknüpft und hängt von der Verfügbarkeit von Mitteln ab, die die BKK aus Programmen der Europäischen Union zu erhalten beabsichtigt. Der Finanzierungsantrag wurde bereits vor zwei Jahren eingereicht, aber eine Entscheidung steht noch aus.
Laut Bálint Dományi, dem Leiter des Rákosrendező-Projektbüros, würde der Staat jedoch im Rahmen eines früheren Infrastrukturabkommens zwischen der ungarischen Regierung und der Hauptstadt sowohl die Sanierung der bestehenden Strecke als auch die Verlängerung nach Rákosrendező finanzieren.

Eine neue Ära für die älteste U-Bahn von Budapest
Wenn die Pläne verwirklicht werden, bedeutet dies das Ende der M1 in ihrer jetzigen Form und den Beginn einer modernen, barrierefreien und erweiterten U-Bahn-Linie, die den Bedürfnissen des Budapests des 21. Jahrhunderts entspricht und gleichzeitig ihre historische Bedeutung bewahrt.
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