Reisewarnung: Ungarn bittet Reisende, den Nahen Osten zu meiden

Der ungarische Außenminister hat seinen Bürgern geraten, geplante Reisen in den Nahen Osten zu verschieben, nachdem die Feindseligkeiten zwischen Israel und dem Iran stark eskaliert sind und die Vereinigten Staaten militärische Maßnahmen ergriffen haben.

In einer öffentlichen Erklärung, die in den sozialen Medien verbreitet wurde, warnte Péter Szijjártó, dass die Situation nach den israelischen (und US-amerikanischen) Angriffen auf iranische Ziele und der Möglichkeit weiterer Vergeltungsmaßnahmen zunehmend unberechenbar geworden sei.

Reisewarnung für Ungarn

“Aufgrund der Unvorhersehbarkeit möglicher Gegenschläge und weiterer militärischer Operationen bitten wir alle, geplante Reisen in die Region zu verschieben”, so der Minister.

Szijjártó forderte außerdem alle ungarischen Staatsangehörigen, die sich derzeit in Israel oder im Iran aufhalten, auf, sich unverzüglich für konsularischen Schutz zu melden.

Ungarische Staatsangehörige in Israel können die Notrufnummer +972 58 500 3928 anrufen, während denjenigen, die sich im Iran aufhalten, geraten wird, das zentrale Callcenter des Außenministeriums unter +36 80 36 80 36 zu kontaktieren.

Nach Angaben der Regierung hilft das Registrierungssystem den Botschaften, im Falle von Evakuierungen oder Notfällen schneller Hilfe zu leisten.

Streiks und Ausnahmezustand

Berichten zufolge hat Israel am frühen Samstag iranische Ziele angegriffen, wobei sich auch die Vereinigten Staaten an der Operation beteiligt haben. Es wurden Explosionen im Zentrum von Teheran gemeldet, wo dichter Rauch über der Stadt aufstieg.

Der israelische Verteidigungsminister rief den “besonderen und permanenten Ausnahmezustand” aus. Im ganzen Land ertönten Flugabwehrsirenen, und das israelische Militär warnte vor möglichen Raketenstarts auf israelisches Gebiet.

Der Iran führte später Vergeltungsmaßnahmen durch und feuerte Berichten zufolge ballistische Raketen in Richtung Israel ab.

Minister spricht mit israelischem Amtskollegen

Szijjártó sagte, er habe mit Gideon Sa’ar, dem israelischen Außenminister, telefoniert, der ihn über die Entwicklungen der letzten Stunden informierte.

Die ungarische Regierung beobachte die Situation genau und koordiniere sich mit ihren diplomatischen Vertretungen, fügte der Minister hinzu.

Angesichts der sich schnell ändernden Sicherheitslage betonen die Beamten, dass nicht unbedingt notwendige Reisen in die Region verschoben werden sollten und dass die Ungarn, die sich bereits dort aufhalten, wachsam bleiben und Kontakt zu den konsularischen Diensten halten sollten.

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