Was ist los? Der engste Freund von Premierminister Orbán hat Millionen Euro von einem Firmenkonto auf ein Privatkonto überwiesen

Ein umfangreicher Finanztransfer, an dem eines der prominentesten Wirtschaftsimperien Ungarns beteiligt ist, hat für Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem Berichte aufgedeckt haben, dass 3,39 Milliarden Forint (mehr als 8,7 Millionen Euro) von einem Firmenkonto auf das Privatkonto von Lőrinc Mészáros, dem engsten Freund von Premierminister Viktor Orbán, verschoben wurden.

Die Summe wurde von der V-Híd Vagyonkezelő Ltd. überwiesen, einer Firma, die für die Verwaltung von Vermögenswerten innerhalb der V-Híd-Gruppe zuständig ist, darunter Immobilien und hochwertige Baumaschinen. Nach der Transaktion befanden sich nur noch 53 Millionen HUF (136.500 EUR) auf dem Konto: etwas mehr als 1,5 % des vorherigen Kontostands.

Unklare Rechtsgrundlage

Derzeit ist noch unklar, auf welcher rechtlichen Grundlage die Überweisung erfolgte. Medien, die sich an den Konzern des Geschäftsmannes gewandt haben, haben Berichten zufolge keine substantielle Antwort erhalten. Stattdessen wurde ihnen mit rechtlichen Schritten gedroht, nachdem sie ihre Erkenntnisse veröffentlicht hatten.

Nach Angaben von 444 hat Mészáros in den vergangenen Jahren regelmäßig Dividenden aus demselben Unternehmen abgezogen. Diese Ausschüttungen entsprachen in der Regel den Jahresgewinnen und wurden später im Geschäftsjahr formell genehmigt. Ob es sich bei dieser jüngsten Überweisung um eine Dividende handelt, wird sich voraussichtlich herausstellen, sobald die offiziellen Jahresabschlüsse Ende Mai veröffentlicht werden.

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Ein Vorzeigeunternehmen auf dem Prüfstand

Die V-Híd-Gruppe gilt weithin als das Kronjuwel im Geschäftsportfolio von Mészáros und hat im ungarischen Bausektor rekordverdächtige Gewinne erzielt. Im Jahr 2023 meldete eines ihrer wichtigsten Unternehmen einen Gewinn von fast 51 Milliarden Forint (131,6 Millionen Euro), der vollständig von ihrem Eigentümer abgezogen wurde.

Trotz des finanziellen Erfolgs steht das Unternehmen wegen seiner Behandlung von Subunternehmern in der Kritik. Berichten zufolge sind verzögerte Verträge und verspätete Zahlungen ein ständiges Problem, das mehrere kleinere Firmen in eine finanziell prekäre Lage gebracht hat. Einige von ihnen stehen Berichten zufolge kurz vor der Insolvenz, obwohl sie in einem System arbeiten, in dem V-Híd eine marktbeherrschende Stellung einnimmt.

Abgebildetes Bild: Mészáros Lőrinc – vállalkozó/Facebook

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