Steigende Ticketpreise schockieren ungarische Reisende mit Wizz Air

Seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts sind die Flugpreise weltweit in die Höhe geschnellt, und die am stärksten betroffenen ungarischen Reisenden – die mit Wizz Air fliegen – bekommen dies sicherlich zu spüren.
Fünffache Preise: Die Flugkosten gehen durch die Decke
Für diejenigen, die in diesem Sommer Langstreckenflüge planen, mögen die jüngsten Entwicklungen ein herber Schock gewesen sein.
Der Preisanstieg ist die Folge der US-Streiks gegen den Iran, die den Ölpreis in die Höhe schnellen ließen, während die Straße von Hormuz aufgrund der Vergeltungsmaßnahmen des Irans faktisch geschlossen wurde, berichtet Világgazdaság. Längere Umleitungsstrecken, höhere Treibstoffkosten und geringere Kapazitäten haben zu einem dramatischen Anstieg der Ticketpreise geführt.
Wie reagiert Wizz Air darauf?
Von den europäischen Billigfluggesellschaften ist Wizz Air am stärksten von dem Konflikt betroffen. Nach den Streiks in Israel und den USA hat die Fluggesellschaft alle Flüge in den Nahen Osten eingestellt. Laut Gábor Bukta, Analyst bei Concorde Értékpapír, betrifft die Einstellung der Flüge nach Israel, Dubai, Abu Dhabi und Amman etwa 8-10% der wöchentlichen Kapazität von Wizz Air.
Die Fluggesellschaft verlagert 60-70% ihrer Kapazitäten im Nahen Osten auf europäische Ziele wie Italien, Spanien, Griechenland und Albanien. Während dies den Nachfragedruck kurzfristig lindern kann, sind die finanziellen Auswirkungen klar: Wizz Air schätzt, dass der Konflikt das Unternehmen in dem Geschäftsjahr, das im März 2026 endet, rund 50 Millionen Euro kosten wird und die erwarteten Gewinne in Verluste verwandelt.
Ein 50-Millionen-Euro-Loch im Budget
Die Folgen der Stornierungen waren unmittelbar. In einer Erklärung, die nach Börsenschluss veröffentlicht wurde, meldete Wizz Air eine negative Auswirkung von 50 Millionen Euro auf das Nettoergebnis aufgrund des Iran-Konflikts. Noch im Januar hatte die Fluggesellschaft ein Nettoergebnis zwischen -25 Mio. EUR und +25 Mio. EUR prognostiziert.
CEO József Váradi versuchte in einem Interview mit Reuters, die Anleger zu beruhigen. Er erklärte, dass die Auswirkungen dieser Krise wahrscheinlich weniger schwerwiegend sein werden als der Krieg in der Ukraine und dass das Unternehmen für das im April beginnende neue Geschäftsjahr Wachstum erwartet.
Gibt es einen Ausweg?
Vor kurzem hat Wizz Air sein WIZZ MultiPass Abonnement auf dem ungarischen Markt wieder eingeführt. Das System ermöglicht es den Passagieren, Flüge zu festen Preisen für ein Jahr zu buchen – eine Option, die laut der Fluggesellschaft besonders für Vielreisende von Vorteil ist, die ihre Flugkosten im Voraus planen möchten.
Für einen einfachen Flug kostet der erste Monat 68.108 HUF, die folgenden Monate werden mit 24.774 HUF berechnet. Für Hin- und Rückflüge beträgt die erste Zahlung 136.216 HUF, gefolgt von einer monatlichen Gebühr von 49.548 HUF. Wizz Air verspricht, dass Passagiere mit dem MultiPass auf beliebten Sommerrouten bis zu 30-40% sparen können, was möglicherweise dazu beiträgt, die finanziellen Auswirkungen des Iran-Konflikts auszugleichen.
Wann könnte sich die Lage beruhigen?
Laut Váradi wird Wizz Air voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni wieder mit voller Kapazität fliegen. Der weltweite Preisanstieg wird jedoch wahrscheinlich nicht über Nacht verschwinden: Experten warnen, dass die Ölpreise – und damit auch die Treibstoffkosten – hoch bleiben werden, solange die Spannungen um die Straße von Hormuz ungelöst bleiben.
Reisenden wird daher geraten, ihre Flüge so bald wie möglich zu buchen. Diejenigen, die diesen Sommer fliegen möchten, können sich immer noch Tickets zu relativ vorhersehbaren Preisen sichern, aber dieses Zeitfenster wird schnell kleiner.
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