Polnischer Filmfrühling kehrt mit sieben Filmen in sieben Nächten nach Budapest zurück

Der 32. Polnische Filmfrühling bringt eine Woche lang zeitgenössisches polnisches Kino nach Budapest, wobei jeden Abend ein Film gezeigt wird. Das Festivalprogramm bietet eine Mischung aus großen einheimischen Hits, Coming-of-Age-Geschichten, Romanzen und Autorenkino. Dieses Jahr sind auch zwei Filme mit starken ungarischen Verbindungen dabei, darunter eine neue polnisch-ungarische Koproduktion mit Dorka Gryllus in der Hauptrolle.
Eine Woche lang eine Momentaufnahme des zeitgenössischen polnischen Kinos
Die vom Polnischen Institut in Budapest mit Unterstützung des Polnischen Filminstituts organisierte Veranstaltung soll die Vielfalt des heutigen polnischen Filmschaffens zeigen und gleichzeitig mit einer Sondervorführung den 100. Geburtstag des Oscar-Preisträgers Andrzej Wajda feiern.
Für internationale Leser: Der Polnische Filmfrühling ist ein langjähriges jährliches Programm in Budapest, das wie ein kuratiertes “Mini-Festival” funktioniert – zugänglich, abendfüllend und für Zuschauer gedacht, die eine schnelle, qualitativ hochwertige Einführung in das neue (und bemerkenswerte) polnische Kino suchen.
Tickets sind laut den Veranstaltern im Vorverkauf über die offizielle Website von Toldi Cinema erhältlich.
Filme im Programm – Polnischer Filmfrühling
- Chopin – Pariser Sonate (Regie: Michał Kwieciński) – Der Eröffnungsfilm und laut den Veranstaltern Polensgrößte Budgetproduktion seit der demokratischen Wende; ein groß angelegtes Biopic über Chopins Aufstieg in Paris mit Lambert Wilson als König Louis-Philippe I.
- My Brother (Regie: Maciej Sobieszczański) – Familiendrama um den 14-jährigen Dawid, dessen Welt sich um Judo dreht, während er versucht, seinen jüngeren Bruder zu beschützen und mit den wachsenden Spannungen zu Hause fertig zu werden.
- Home Sweet Home (Regie: Wojciech Smarzowski) – Psychologisches Drama über häusliche Gewalt, in dem eine scheinbar perfekte Beziehung in eine kontrollierende und gefährliche Beziehung umschlägt; laut den Veranstaltern erreichte der Film in Polen mehr als zwei Millionen Zuschauer und wurde 2025 zu einem der größten polnischen Kassenschlager.
- LARP – Love, trolls and other quests (Regie: Kordian Kądziela) – Ein Film über das Erwachsenwerden in der Welt der Live-Action-Rollenspiele (LARP), in dem ein jugendlicher Außenseiter mit Mobbing, der ersten Liebe und dem Selbstwertgefühl zu kämpfen hat.
- Tatarak – Sweet Rush (Regie: Andrzej Wajda, 2009) – Eine Hommage an Wajda anlässlich seines hundertsten Geburtstages. Die Geschichte wurde teilweise von einer Novelle von Sándor Márai inspiriert und zeigt Krystyna Janda, die dem ungarischen Publikum unter anderem aus István Szabós Mephisto bekannt ist.
- Refraction (Regie: Tadeusz Śliwa) – Ein romantisches Drama, das laut den Veranstaltern mit sanftem Humor erkundet, wie eine Verbindung tiefer sein kann als das, was wir sehen; das Leben eines Fotografen ändert sich, nachdem er Agata kennenlernt, eine Frau, die blind und voller Leidenschaft für das Leben ist.
- Budapest Diary (Regie: Rafał Kapeliński) – Der Abschlussfilm und eine neue polnisch-ungarische Koproduktion: eine autobiografisch inspirierte Geschichte, in der der 11-jährige Irek im Winter 1981 in einem polnischen Touristenbus in Budapest ankommt; Dorka Gryllus spielt eine Schlüsselrolle.
Warum diese Ausgabe für das ungarische Publikum interessant sein könnte
Abgesehen von der Struktur der Woche “ein Film pro Abend” heben die Organisatoren zwei herausragende Verbindungen für Budapester Zuschauer hervor: den Wajda-Hommagefilm mit einer Verbindung zu Márai und die neue Koproduktion, die Polen und Ungarn nicht nur thematisch, sondern auch in Bezug auf Besetzung und Produktion zusammenbringt.
Veranstaltungsort: Toldi Kino, Budapest
Datum: vom 23. bis 29. April 2026
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