Treibstoffengpass droht: In Ungarn könnten Tankstellen schließen

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In Ungarn könnte es zu Unterbrechungen bei der Kraftstoffversorgung kommen, nachdem der Verband der unabhängigen Tankstellen Független Benzinkutak Szövetsége (FBSZ) davor gewarnt hat, dass mehrere Tankstellen gezwungen sein könnten, ihren Betrieb einzustellen.
In einer Erklärung, die der Ungarischen Nachrichtenagentur (MTI) zugesandt wurde, erklärte die Gruppe, dass steigende Steuern und ungelöste Fragen der finanziellen Unterstützung den Betrieb zunehmend untragbar gemacht haben.
Vorwürfe wegen nicht erfüllter Regierungsverpflichtungen
Der Verband behauptet, dass eine vor den Wahlen getroffene Vereinbarung zwischen den Kraftstoffhändlern und der scheidenden Regierung, einschließlich des Energie- und des Wirtschaftsministeriums, nicht eingehalten wurde.
Im Rahmen dieser Vereinbarung erklärten sich die Tankstellen Berichten zufolge bereit, ihren Betrieb trotz der Verluste im Zusammenhang mit früheren Regulierungsmaßnahmen fortzusetzen, während die Regierung eine Entschädigung auf der Grundlage eines Modells zusagte, das demjenigen ähnelt, das bei der Begrenzung der Kraftstoffpreise im Jahr 2022 angewandt wurde.
Der FBSZ sagt jedoch, dass diese finanziellen Zusagen nicht eingehalten wurden, so dass viele Betreiber in ein großes finanzielles Defizit geraten sind, schreibt die HVG.
“Unerträgliche Verluste” und steigende Steuerlast
Der Erklärung zufolge sehen sich die unabhängigen Tankstellen nun mit “unerträglichen Verlusten” konfrontiert, die durch eine hohe sektorspezifische Steuerlast noch verschärft werden.
Die Gruppe warnte, dass die Aufrechterhaltung des Betriebs unter den derzeitigen Bedingungen nicht mehr tragfähig sei und vorübergehende Schließungen unvermeidlich sein könnten.
Den Kunden wurde geraten, sich nicht zu wundern, wenn sie auf geschlossene Tankstellen treffen, obwohl der Verband betonte, dass die Betreiber nicht für die Situation verantwortlich gemacht werden sollten.

Warnung vor möglichen Unterbrechungen
Der FBSZ warnte davor, dass es zu Unterbrechungen der Kraftstoffversorgung kommen könnte, wenn die Situation nicht schnell gelöst wird, insbesondere in Gebieten, die von unabhängigen Einzelhändlern abhängig sind.
Der Verband kritisierte außerdem, dass die scheidende Regierung ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sei.
Aufruf zur politischen Lösung
Die Gruppe hat die scheidende Regierung aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen und die ausstehenden Unterstützungszahlungen zu begleichen.
Gleichzeitig forderte sie die neue Regierung unter der Führung von Péter Magyar und der Tisza-Partei auf, einen Dialog mit den Vertretern der Branche aufzunehmen.
Der FBSZ sagte, er hoffe auf ein "faires, funktionierendes und nachhaltiges System" für den Kraftstoffsektor in der Zukunft.
Wie geht es weiter?
Da die Spannungen zwischen den unabhängigen Betreibern und den politischen Entscheidungsträgern zunehmen, könnten die kommenden Tage entscheidend dafür sein, ob der ungarische Kraftstoffeinzelhandel weitere Störungen vermeiden kann oder ob vorübergehende Tankstellenschließungen zur Realität werden.
Falls Sie es verpasst haben: Péter Magyar äußert sich zu den geschützten Kraftstoffpreisen: Wird die Tisza-Regierung sie beibehalten?

