Atemberaubende neue Umfrage: Wird Orbáns Fidesz vor unseren Augen zu einer kleinen Partei?

Die Umfragen von Medián haben sich als unheimlich genau erwiesen. Sie haben den Ausgang der Parlamentswahlen 2026 genau vorhergesagt und sogar den Zwei-Drittel-Triumph von Tisza Monate im Voraus prognostiziert. Nun liegt die erste Umfrage nach der Wahl vor, die darauf hindeutet, dass der Fidesz von einer Dampfwalze mit Supermajorität auf den Status eines Zwergs schrumpft. Aber wer könnte die Partei von Viktor Orbán verdrängen?
Driftet die Fidesz in Richtung Kleinwüchsigkeit ab?
Median hat nach dem Erdrutschsieg von Tisza keine Zeit verschwendet und eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Befragten gestartet, deren Ergebnisse HVG gestern veröffentlichte – hinter einer Paywall, aber Telex hat die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Tisza führt mit 56 Prozent in der Gesamtbevölkerung, was selbst in einem reinen Verhältniswahlsystem für eine absolute Mehrheit reicht.
Der Rest spricht Bände: Die Hundepartei und die DK bewegen sich jeweils um 1 Prozent; Unsere Heimat hält sich bei 6 Prozent in allen Wählersegmenten und sichert sich damit Parlamentssitze; Fidesz liegt landesweit mit nur 21 Prozent zurück.
Bei den Wählern, beträgt der Vorsprung der Tisza 65-25, bei den überzeugten Wählern 66-25.

Die meisten Ungarn sehen einen besseren Kurs
Die Regierung von Péter Magyar ist noch nicht gebildet, doch die Erwartungen sind hoch, verstärkt durch den “Winner-takes-all”-Effekt. Viele ehemalige Fidesz-Wähler sagen jetzt, dass sie Orbáns Partei verschmähen würden – vielleicht weil die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder vor Repressalien für eine “falsche” Antwort an die Meinungsforscher nachgelassen hat.

Auch RTL Híradó hat die Daten ausgewertet: 54 Prozent der Befragten glauben, dass sich die Dinge seit dem Sieg der Tisza-Partei in die richtige Richtung bewegen – ein Sprung von 21 Prozentpunkten. Nur 27 Prozent sehen das Staatsschiff nach dem 12. April aus dem Ruder laufen. Der wirtschaftliche Optimismus ist sogar noch größer, was vielleicht auf die gestrige Senkung der Einkommenssteuer oder die Fortschritte bei den Gesprächen mit Brüssel über die Freigabe der EU-Mittel zurückzuführen ist.
Die Fehlermarge des Median liegt bei ±3,1 Prozent.
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