Budapest Verdächtiger beschuldigt, 600.000 EUR von Johnny Depps Konto gestohlen zu haben

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Ein Mann, der in Budapest lebt, soll jahrelang die Bankkartendaten von Hollywoodstar Johnny Depp benutzt haben, während der Schauspieler angeblich nichts von dem fehlenden Geld wusste. Den Ermittlern zufolge wurden Hunderte von Transaktionen durchgeführt, wobei ein Gesamtschaden von über 220 Millionen Forint (600.000 EUR) entstand.
Luxusausgaben und Onlinebuchungen deckten den Betrug auf
Der mutmaßliche Betrug im Zusammenhang mit Johnny Depp begann, nachdem ein amerikanisches Finanzinstitut verdächtige Transaktionen auf dem Konto eines seiner prominenten Kunden festgestellt hatte. Die Ermittlungen führten die Behörden schließlich nach Ungarn, wo die Ermittler einen 27-jährigen Jordanier als mutmaßlichen Täter identifizierten.
Den Ermittlern zufolge hat der Mann zwischen Januar 2024 und Dezember 2025 wiederholt die gestohlenen Bankkartendaten für Online-Einkäufe und Übernachtungsbuchungen verwendet. Die Behörden untersuchen derzeit 308 separate Transaktionen im Wert von mehr als 721.000 US-Dollar.
Der Fall erregte internationales Aufsehen, weil Depp das Fehlen der Gelder lange Zeit nicht bemerkt haben soll. Da das Vermögen des Schauspielers auf Hunderte von Millionen Dollar geschätzt wird, konnte der Verdächtige Berichten von Blikk zufolge kontinuierlich kleinere Transaktionen vornehmen, ohne sofort Verdacht zu schöpfen.
Die Geschäfte wurden möglicherweise von einer Wohnung in Angyalföld aus geführt.
Ungarische Ermittler verfolgten schließlich IP-Adressen, E-Mail-Konten und Telefonnummern bis zu einer Mietwohnung in Budapests 13. Bei einer Razzia in dem Haus in der Gömb Straße beschlagnahmten die Beamten elektronische Geräte sowie Substanzen, bei denen es sich vermutlich um Rauschgift handelt.
Der Verdächtige im Fall des Bankbetrugs von Johnny Depp wurde Anfang Mai mit Hilfe der ungarischen Schnell-Einsatz-Einheit der Polizei verhaftet. Berichten zufolge bestreitet der Mann, die Straftaten begangen zu haben, obwohl ein Gericht seine Untersuchungshaft angeordnet hat.

Die Polizei versucht nun herauszufinden, wie genau die Kreditkartendaten von Johnny Depp in den Besitz des Verdächtigen gelangt sind. Zum jetzigen Zeitpunkt schließen die Ermittler einen Datendiebstahl, ein Leck oder eine frühere Online-Transaktion als Quelle nicht aus.
Johnny Depps Name wird erneut mit Budapest in Verbindung gebracht
Der Fall hat noch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil Depp in den letzten Jahren mehrmals Budapest besucht hat. Der Schauspieler hielt sich in der Vergangenheit für längere Zeit in der ungarischen Hauptstadt auf, um dort Filme zu drehen, und zog dabei Scharen von Fans im Stadtzentrum und auf der Burg von Buda an.
Der Hollywood-Star arbeitete in Budapest an dem Film Modi, für den Szenen an verschiedenen ikonischen Orten der Stadt gedreht wurden. Ganze Straßenzüge wurden für die Produktion in das Paris des frühen 20. Jahrhunderts verwandelt, was für Einheimische und Touristen gleichermaßen ein beeindruckendes Spektakel war. Wir haben bereits darüber geschrieben, welche Hollywood-Filme in Ungarn gedreht wurden, und zwar hier.
Dies war nicht der erste unglückliche Vorfall im Zusammenhang mit Depps Zeit in Ungarn. Zuvor war in das Budapester Haus einer französischen Schauspielerin, die an der Produktion beteiligt war, eingebrochen worden, während sich der Schauspieler ebenfalls in der Stadt aufhielt.
Dem Verdächtigen könnten Jahre hinter Gittern drohen
Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts auf Betrug durch Missbrauch eines Informationssystems geführt, eine Straftat, die mit einer hohen Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Da die Beamten in der Wohnung auch Substanzen entdeckten, bei denen es sich vermutlich um Drogen handelt, wird gegen den Mann zusätzlich wegen Drogenbesitzes ermittelt.
Experten sagen, dass diese Art des Online-Finanzbetrugs weltweit immer häufiger vorkommt, vor allem, wenn wohlhabende und hochrangige Personen betroffen sind. Der Fall des Bankbetrugs von Johnny Depp hat wieder einmal deutlich gemacht, dass selbst Weltstars nicht vollständig vor Cyberkriminalität geschützt sind.
In den kommenden Monaten werden möglicherweise weitere Einzelheiten über die genaue Höhe des angeblich erlangten Geldes und darüber, ob weitere Personen an der Operation beteiligt waren, bekannt werden.
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