Was wird mit dem Budapester Flughafen passieren? Wie viel Treibstoff haben sie wirklich?

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Die Versorgung Ungarns mit Flugbenzin war aufgrund der Konflikte im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormuz Gegenstand von Spekulationen. Kürzlich hat die ungarische Ölgesellschaft MOL eine wichtige Erklärung veröffentlicht, in der sie auf die wachsende Besorgnis über eine weltweite Kerosinknappheit reagiert, die den Budapester Flughafen betreffen könnte.
MOL hat eine wichtige Presseerklärung veröffentlicht
In einer am Montag veröffentlichten Erklärung beruhigte das ungarische Öl- und Gasunternehmen die Öffentlichkeit und die Interessengruppen der Branche und betonte, dass es die Flughäfen und Partner weiterhin mit dem gesamten benötigten Kerosin versorgen wird, da die Treibstoffversorgung stabil und ununterbrochen ist. MOL sagte, dass seine Lieferketten sicher funktionieren und dass in absehbarer Zukunft keine Unterbrechungen zu erwarten sind.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass seine Raffinerien und Logistiksysteme über ausreichende Kapazitäten verfügen, um sowohl die Herausforderungen des Marktes als auch mögliche internationale Lieferschwierigkeiten zu bewältigen. MOL hob auch die kürzlich erfolgte Wiederinbetriebnahme der Ölpipeline Druzhba (Freundschaft) hervor und bezeichnete sie als wichtigen Faktor für die Versorgungssicherheit in der Region.
Aktuelle Situation zeichnet ein vorsichtigeres Bild
Die Zusicherungen von MOL kommen nach den Äußerungen von Ferenc Turi, dem Chef der ungarischen Flugsicherung HungaroControl, der davor gewarnt hatte, dass Europa bei der Versorgung mit Flugzeugtreibstoff vor erheblichen Herausforderungen stehen könnte. In einem Interview sagte Turi kürzlich, dass die Blockade der Straße von Hormuz dazu geführt hat, dass etwa 20% der Kerosinversorgung Europas ungelöst ist. Zwar ist weiterhin Kerosin verfügbar, aber er argumentierte, dass die derzeitigen Mengen möglicherweise nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken, insbesondere da der Flugverkehr weiter zunimmt.
Laut Turi hatte der Luftfahrtsektor für dieses Jahr ein Wachstum des Passagieraufkommens von 6-7% geplant, was die Befürchtung aufkommen ließ, dass die Treibstoffversorgung damit nicht Schritt halten könnte. Er deutete an, dass das Ausmaß der Krise bis Juli klarer werden könnte, wobei die nächsten zwei bis drei Monate für die Branche wahrscheinlich entscheidend sein werden, schreibt Telex.
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Steigende Preise und gestrichene Flüge
Der Luftverkehrsmarkt im Allgemeinen spürt bereits die Auswirkungen der höheren Treibstoffkosten und der Angebotsunsicherheit. Berichten zufolge haben die Fluggesellschaften weltweit im Mai rund 13.000 Flüge gestrichen und damit Kapazitäten in Höhe von etwa zwei Millionen Passagiersitzen abgebaut. Obwohl dies weniger als 2% der weltweiten Flugkapazitäten ausmacht, warnen Branchenexperten, dass es während der Hauptreisezeit im Sommer zu weiteren Stornierungen kommen könnte, wenn der Angebotsdruck anhält.
Seit der Eskalation des Nahostkonflikts und der Unterbrechung der Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormuz sind die Kerosinpreise in die Höhe geschossen. Große Fluggesellschaften haben erhebliche zusätzliche Treibstoffkosten gemeldet, was die wachsende finanzielle Belastung des Luftfahrtsektors verdeutlicht. Auch der Flughafen Budapest könnte davon betroffen sein.
Für den Moment scheint der Budapester Ferenc Liszt International Airport jedoch gut versorgt zu sein, da MOL darauf besteht, dass die ungarischen Flughäfen trotz der Turbulenzen auf den globalen Märkten ohne Unterbrechung weiterarbeiten können.
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