Der irische Regierungschef Micheál Martin besucht Budapest zu Gesprächen mit Péter Magyar im Vorfeld der irischen EU-Ratspräsidentschaft

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Der ungarische Premierminister Péter Magyar hat am Donnerstag den irischen Premierminister Micheál Martin zu Gesprächen auf hoher Ebene in Budapest empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die bevorstehende irische EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt.
Die Bedeutung des Besuchs von Micheál Martin in Budapest und Péter Magyar
Der Besuch war aus mehreren Gründen von Bedeutung. Martin war der erste ausländische Regierungschef, der Ungarn seit dem Amtsantritt von Péter Magyar besuchte, und das Treffen fand im Vorfeld einer entscheidenden sechsmonatigen Periode statt, in der Irland die legislative Agenda der EU lenken wird.
In seiner Rede nach den bilateralen Gesprächen hob Magyar die traditionell freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem ungarischen und dem irischen Volk hervor. Obwohl sie geographisch weit voneinander entfernt sind, teilen die beiden Nationen ähnliche historische Erfahrungen und Herausforderungen.
Der ungarische Premierminister wies darauf hin, dass sich die Gespräche vor allem um die bevorstehende irische EU-Ratspräsidentschaft drehten. Er äußerte die Hoffnung, dass Irlands Amtszeit an der Spitze des Blocks “angenehmer” verlaufen werde als die jüngste ungarische Präsidentschaft, die von politischen Auseinandersetzungen mit mehreren EU-Institutionen geprägt war.
Wettbewerbsfähigkeit und EU-Reformen auf der Tagesordnung
Beide Staats- und Regierungschefs nannten die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union als eine der wichtigsten Prioritäten. Magyar begrüßte Irlands pragmatische Herangehensweise an europäische Angelegenheiten und versprach Ungarns konstruktive Unterstützung für Initiativen, die auf die Stärkung der Wirtschaft des Blocks abzielen, schreibt Telex.
Martin erläuterte die Ambitionen Dublins für seine Präsidentschaft und sagte, die Wettbewerbsfähigkeit werde im Mittelpunkt des irischen Programms stehen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Vereinfachung von Vorschriften, die Stärkung des Binnenmarktes, die Erweiterung der Handelsmöglichkeiten und die Senkung der Energiekosten.
Nach Ansicht des irischen Regierungschefs ist eine stärkere und wettbewerbsfähigere EU sowohl für die Verbesserung des Lebensstandards als auch für die wirksame Bewältigung externer Herausforderungen unerlässlich. Die beiden Premierminister sprachen auch über wichtige internationale Themen, darunter den Krieg Russlands in der Ukraine, die EU-Erweiterung, die Entwicklungen auf dem westlichen Balkan und den Konflikt im Nahen Osten.
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Rechtsstaatlichkeit und der Platz Ungarns in der EU
Ein wichtiges Thema waren die Bemühungen Ungarns, das Vertrauen in die demokratischen Institutionen und die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen. Martin begrüßte Magyars Engagement für Reformen und sagte, solche Schritte könnten dazu beitragen, Ungarn “wieder ins Zentrum der Europäischen Union” zu rücken.
Irland, so fügte er hinzu, sei bereit, Ungarn bei der Umsetzung der Reformen zu unterstützen, die zur Stärkung der demokratischen Staatsführung erforderlich sind. Der ungarische Premierminister zeigte sich zuversichtlich, dass die anhaltenden Streitigkeiten zwischen Ungarn und den EU-Institutionen letztendlich beigelegt werden können. Er bekräftigte die Verpflichtung seiner Regierung, die Korruption zu bekämpfen und die grundlegenden europäischen Werte zu respektieren.
Das Treffen fiel auch mit dem 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Ungarn und Irland zusammen. Martin betonte die starken historischen, kulturellen und gemeinschaftlichen Bindungen zwischen den beiden Ländern und sagte, er freue sich darauf, die Zusammenarbeit mit Ungarns neuer Regierung in den kommenden Jahren zu vertiefen.
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