Auchan plant eine landesweite Expansion in Ungarn, nachdem das lokale Unternehmen vollständig in ungarischen Besitz übergegangen ist

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Die Indotek Group hat die verbleibenden 53 % der Anteile an Auchan Ungarn von Auchan Retail International erworben, wodurch die mit dem ungarischen Geschäftsmann Dániel Jellinek verbundene Investmentgruppe zum alleinigen Eigentümer der ungarischen Einzelhandelskette wird.
Die Parteien haben den Wert der Transaktion nicht bekannt gegeben, doch Indotek teilte mit, dass die Transaktion aus eigenen Mitteln finanziert wurde. Nach dem Eigentümerwechsel wird die Einzelhandelskette in Ungarn weiterhin unter der Marke Auchan tätig sein. Auch die Verbindungen zum internationalen Auchan-Netzwerk bleiben bestehen, sodass das ungarische Unternehmen weiterhin Zugang zu Eigenmarkenprodukten und Möglichkeiten der gemeinsamen Beschaffung haben wird.
Mit den verbleibenden 53 % ist die Übernahme abgeschlossen
Die Indotek-Gruppe hatte bereits Ende 2024 einen Anteil von 47 % an Auchan Ungarn erworben und gleichzeitig die operative Leitung des Unternehmens übernommen. Mit der jüngsten Transaktion wurde nun auch der verbleibende Anteil an die ungarische Investmentgruppe übertragen.
Nach Angaben des Unternehmens haben sich der Geschäftsbetrieb und die Rentabilität der Einzelhandelskette in der vergangenen Zeit verbessert, während sich auch die Beziehungen zu den Lieferanten gefestigt haben. Indotek sieht weiterhin Wachstumspotenzial auf dem ungarischen Einzelhandelsmarkt, weshalb das Unternehmen beschlossen hat, die vollständige Eigentümerschaft an dem Unternehmen zu erwerben.
„Die vergangene Zeit hat bestätigt, dass die Übernahme der operativen Leitung die richtige Entscheidung war. Es wurde viel Arbeit investiert, um Auchan zu einem stärkeren und stabileren Unternehmen zu machen, als es zu Beginn des Prozesses war. Auchan verfügt über ein herausragendes Geschäftspotenzial, weshalb wir uns entschlossen haben, die verbleibenden Anteile zu erwerben“, sagte Dániel Jellinek, CEO der Indotek-Gruppe.
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Auchan könnte mit kleineren Filialen expandieren
Nach dem Eigentümerwechsel könnte eine der wichtigsten Veränderungen im ungarischen Geschäft von Auchan eine stärkere Ausrichtung auf den lokalen Markt sein. Das Unternehmen plant, den Schwerpunkt verstärkt auf ein Sortiment zu legen, das besser auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist, sowie auf effizientere Abläufe und engere Beziehungen zu ungarischen Lieferanten.
Im Rahmen dieser Strategie könnte die Kette neben ihren großformatigen Hypermärkten auch mit kleineren Filialen auf den Markt treten. Den Plänen zufolge könnte Auchan sein ungarisches Filialnetz in den kommenden Jahren um mehrere hundert neue Standorte erweitern, wodurch die Kette landesweit an mehr Standorten und in einem leichter zugänglichen Format vertreten wäre.
Diese kleineren Filialen könnten dem Unternehmen zudem die Möglichkeit bieten, in Stadtvierteln und Kleinstädten Fuß zu fassen, in denen die Eröffnung eines großen Hypermarkts nicht mehr realistisch wäre.
Die geplante Expansion würde auf einem bereits bedeutenden inländischen Netzwerk aufbauen. Die Einzelhandelskette betreibt derzeit 19 Hypermärkte, 2 Superstores, 3 Supermärkte, 19 Tankstellen, einen landesweiten Online-Shop und eine automatisierte AuchanGO-Filiale. Das Unternehmen beschäftigt in Ungarn rund 5.400 Mitarbeiter, während sein Umsatz im Jahr 2025 500 Milliarden HUF erreichte.
Neben Immobilieninvestitionen ist die Indotek-Gruppe auch im Management notleidender Kreditportfolios und bei Private-Equity-Investitionen tätig, sodass die Übernahme von Auchan nahtlos in die breiter angelegten Investitionstätigkeiten von Indotek passt.
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