Achtung: Das Parken in Budapest wird ab heute deutlich teurer – und Sie können nicht mehr nach Belieben bezahlen

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Ab heute können Autofahrer in Budapest Parkgebühren ausschließlich per Mobiltelefon bezahlen – eine Änderung, die mit einem starken Anstieg der Gebühren einhergeht, den Autofahrer unbedingt beachten sollten. Die Bezahlung ist nun auf mobile Apps, SMS oder Sprachanrufe beschränkt; Bargeld wird nicht mehr akzeptiert, was bereits Kritik hervorgerufen hat. In den kommenden Wochen sollen mehr als 3.000 Parkuhren aus den Straßen der Stadt verschwinden.

Parkuhren abgeschafft – Korruptionsrisiko gesenkt?

Der Beschluss zur schrittweisen Abschaffung der Parkuhren wurde am 27. November 2024 von der Budapester Stadtverordnetenversammlung durch eine Änderung der städtischen Parkvorschriften verabschiedet. Die Maßnahme trat am 1. Juli 2026 in Kraft. Nach Angaben des Bürgermeisteramtes werden rund 3.300 Geräte von Dienstleistern demontiert, wobei das Rathaus mit einer erheblichen Senkung der Betriebskosten rechnet.

Stadtbezirke, in denen gebührenpflichtige Parkzonen betrieben werden, werden einheitliche Beschilderungen in ungarischer und englischer Sprache anbringen. Diese enthalten den Zonencode, die Gebührenzeiten, die Tarife, die Parkdauer, Angaben zum Betreiber, Kontaktdaten des Kundendienstes sowie einen QR-Code, der für weitere Informationen zum System der National Mobile Payment Plc führt.

Budapest parking system to be changed
Parkautomaten werden aus den Straßen Budapests verschwinden. Foto: Daily News Hungary

Parkgebühren steigen stark an

Die Neuregelung bringt ab Mittwoch auch höhere Parkgebühren mit sich. In der zentralen Zone „A“ steigen die Stundengebühren von 600 auf 800 Forint; in Zone „B“ von 450 auf 600 Forint; in der Zone „C“ von 300 auf 400 Forint und in der äußeren Zone „D“ von 200 auf 300 Forint pro Stunde.

Das nächtliche Parken auf bewachten Park-and-Ride-Anlagen (P+R) wurde auf 300 Forint pro Stunde angehoben. Monatliche Tageskarten wurden abgeschafft, während der nördliche kostenpflichtige Parkplatz auf der Margareteninsel nun 800 Forint pro Stunde kostet.

Umgestaltung des Nachtverkehrs

Die Änderungen betreffen auch das nächtliche öffentliche Nahverkehrsnetz in Budapest, wo in der Nacht zum Donnerstag ein neu gestaltetes System in Betrieb genommen wird. Nach Angaben des Budapester Verkehrszentrums (BKK) wird das überarbeitete Netz eine umfassendere Abdeckung und schnellere Fahrten sowohl in der Hauptstadt als auch im umliegenden Ballungsraum bieten.

New system for parking in Budapest from 2026
Foto: Facebook/Tamás Soproni

Ziel der Umstrukturierung ist es, ein übersichtlicheres und umfassenderes System zu schaffen, das sicherstellt, dass alle Stadtteile vom Stadtzentrum und dem Bereich des Großen Boulevards aus über die Hauptverkehrskorridore erreichbar sind, und gleichzeitig Pendler aus den Vororten besser zu bedienen.

Rechtsextreme Partei: Bargeldverbot verstößt gegen verfassungsmäßige Rechte

Csaba Balog, der Budapester Vorsitzende der rechtsextremen Bewegung „Mi Hazánk“, forderte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt die Beibehaltung von Barzahlungsmöglichkeiten. Er bezeichnete die Entscheidung der Stadtverwaltung als rechtlich inakzeptabel.

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Balog argumentierte, dass dieser Schritt das verfassungsmäßige Recht auf die Verwendung von Bargeld verletze, das, wie er sagte, „selbst eine von Liberalen geführte Hauptstadt nicht außer Kraft setzen kann“. Er fügte hinzu, dass die Maßnahme Hunderttausende Menschen, die keine Smartphones besitzen, in unfairer Weise benachteilige.

Parking Changes Budapest
Quelle: Pixabay

Er behauptete ferner, dass sich die meisten Stadtbezirke Budapests der angeblichen Verfassungswidrigkeit der Maßnahme bewusst seien, und wies darauf hin, dass in einigen Gebieten Barzahlungen nicht vollständig abgeschafft, sondern lediglich eingeschränkt würden – beispielsweise durch die Reduzierung der Anzahl der in Betrieb befindlichen Parkuhren.

„Die Bewegung ‚Mi Hazánk‘ wird nicht zulassen, dass Barzahlungen in den Hintergrund gedrängt werden; wir werden uns für die verfassungsmäßigen Rechte der ungarischen Bürger einsetzen“, sagte Balog.

Fotos: Die städtische Oase „Biodome“ wird in Budapest eröffnet

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