Woher wird die echte Opposition gegen Péter Magyar kommen? Eine neue Umfrage deutet darauf hin, dass mittlerweile fast alle Ungarn die Tisza-Partei unterstützen

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Eine aktuelle Umfrage von Medián deutet darauf hin, dass die Tisza-Bewegung praktisch keiner nennenswerten Opposition gegenübersteht, während Fidesz auf den Status einer mittelgroßen Partei geschrumpft ist und die rechtsextreme Partei „Mi Hazánk“ möglicherweise nur knapp den Einzug ins Parlament schafft. Die Frage, mit der sich die politische Landschaft Ungarns nun konfrontiert sieht, ist, wo eine echte Opposition gegen Péter Magyar entstehen könnte.

Politische Analysten argumentieren, dass die von Tisza geführte Regierung sich bei den Wählern nach wie vor in einer politischen „Flitterwochenphase“ befindet. Die Unterstützung für Herrn Magyar wächst weiter, während Viktor Orbáns Fidesz in die politische Mittelklasse abgerutscht ist. Würden an diesem Sonntag Wahlen stattfinden, würde die Partei wahrscheinlich sogar die zehn Einzelwahlkreise verlieren, die sie noch Mitte April innehatte.

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Orbán verliert Wähler. Foto: Facebook/Orbán Viktor

Besondere Bedeutung kommt der jüngsten Medián-Umfrage bei, die im Juni veröffentlicht wurde. Das Forschungsinstitut prognostizierte das Ergebnis der Wahl 2026 ebenso wie frühere Wahlergebnisse mit bemerkenswerter Genauigkeit.

Die Daten vom Juni deuten auf eine überwältigende öffentliche Unterstützung für Herrn Magyar hin. Seit April hat die Fidesz mehrere hunderttausend Wähler verloren, und selbst ihre verbliebenen Anhänger scheinen weniger fest an Orbáns Partei gebunden zu sein. Nach den von hvg.hu veröffentlichten Zahlen sieht das Verhältnis zwischen den beiden „großen“ Parteien nun wie folgt aus:

  • 60 zu 18 in der Gesamtbevölkerung;
  • 71 zu 21 bei den Wahlberechtigten;
  • 73 zu 21 bei bestimmten Wählergruppen.
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Péter Magyar und Rob Jetten beim EU-Gipfel am 18. Juni 2026. Foto: Facebook/Péter Magyar

Auf die Wahlen übertragen würden solche Zahlen Tisza bei einer vorgezogenen Wahl jeden einzelnen Wahlkreissitz sowie eine überwältigende Listenstimmenzahl sichern. Die Partei könnte sogar eine Vierfünftel-Mehrheit im Parlament erreichen, sodass Fidesz und Mi Hazánk zusammen nur noch auf wenige Dutzend Sitze in der Nationalversammlung kämen.

Diese Entwicklung dürfte die Strategen von Fidesz beunruhigen. Die Zustimmung schwindet weiterhin stetig, was darauf hindeutet, dass die Partei weit davon entfernt ist, ihre Position als tragfähige Regierungsalternative zurückzugewinnen. Desillusionierte Tisza-Wähler zeigen vorerst wenig Neigung, ins „orangefarbene“ Lager zurückzukehren.

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Am Abend des Wahlsiegs. Foto: Facebook/Péter Magyar

Die von 24.hu zitierten Umfrageergebnisse deuten zudem darauf hin, dass keine politische Partei in Ungarn seit dem demokratischen Wandel von 1990 – und möglicherweise auch nicht davor – eine derart breite Popularität genossen hat.

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Péter Magyar: Drei von vier Ungarn unterstützen nun die Tisza-Regierung

Es sei „beispiellos und ermutigend“, dass sich eine „wahre nationale Einheit“ herausgebildet habe und nun drei von vier Ungarn die Arbeit der Tisza-Regierung „für ein funktionierendes und humanes Ungarn“ unterstützten, erklärte Ministerpräsident Péter Magyar am Mittwoch in einem Kommentar zu einer von HVG veröffentlichten Median-Umfrage. Der Umfrage zufolge unterstützen 73 Prozent der entschlossenen Wähler Tisza, während 21 Prozent Fidesz unterstützen.

In einem Beitrag erklärte der Ministerpräsident, das beispiellose Ausmaß der Unterstützung zeige, dass die Ungarn geschlossen hinter der „Operation Clean Sweep“ stünden und den Kampf gegen die wirtschaftliche und politische Mafia der Orbán-Ära mit überwältigender Mehrheit unterstützten. Magyar erklärte, die neuesten Zahlen bestätigten, dass die Ungarn – darunter auch ein erheblicher Teil der Fidesz-Wähler – die Einrichtung des Nationalen Amtes für Vermögensrückgewinnung und -schutz sowie die 17. Änderung des Grundgesetzes unterstützten.

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Péter Magyar hält eine Grundsatzrede im ungarischen Parlament. Foto: MTI

Der „weitere Niedergang und Zerfall“ der Fidesz, so sagte er, sei auf ihre Versuche zurückzuführen, sich „der Verantwortung zu entziehen“, auf ihre „unerträgliche parlamentarische Leistung“ sowie darauf, dass „immer mehr ihrer Verbrechen aufgedeckt werden“. Magyar fügte hinzu, dass auf der aktuellen Kabinettssitzung auch Vorschläge erörtert würden, die das Leben der Ungarn einfacher und sicherer machen sollen; darüber werde die Öffentlichkeit am Donnerstag informiert.

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