Satellitenbilder verdeutlichen das Ausmaß der Krise am Velence-See, da der Wasserstand der Tisza gefährlich niedrig ist und eine Kaltfront einen Tornado auslöst

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Die vergangenen Tage waren von drückender Hitze geprägt, in deren Verlauf der ungarische Allzeit-Temperaturrekord gebrochen wurde. Die anhaltende Hitzewelle hat die Landschaft ausgedörrt und dem Velence-See sowie der Tisza Wasser entzogen, während die im Anschluss darauf folgende Kaltfront Unwetter mit sich brachte – darunter möglicherweise einen Tornado. Hier ist, was wir wissen.
Kaltfront könnte Tornado ausgelöst haben
Die aus westlicher Richtung hereinbrechende Kaltfront löste nicht nur heftige Gewitter aus, sondern auch ein höchst ungewöhnliches meteorologisches Phänomen. In der Nähe von Mosonszolnok wurde eine lange Trichterwolke fotografiert, die laut Meteorologen möglicherweise den Boden erreicht hat – was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Ungarn seinen ersten Tornado des Jahres erlebt hat, wie Időkép berichtete.
Das Phänomen wird derzeit noch untersucht, doch die Bilder deuten darauf hin, dass im Nordwesten Ungarns tatsächlich ein Tornado aufgetreten sein könnte.
Der Velence-See in Not; die Tisza droht auszutrocknen
Der Velence-See hat eine auffällige Veränderung durchlaufen. Aktuelle Satellitenbilder zeigen das Wasser in einem fast leuchtenden Hellgrün – ein krasser Gegensatz zu den Bedingungen, die noch vor einem Jahr zu beobachten waren. Die ungewöhnliche Verfärbung ist wahrscheinlich auf eine massive Algenvermehrung zurückzuführen, die durch anhaltende Hitze, seichtes Wasser und stetig sinkende Wasserstände begünstigt wird.

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Diese Entwicklung unterstreicht das Ausmaß der diesjährigen Dürre, von der nicht nur der Velence-See, sondern auch die Tisza betroffen ist. Am unteren Pegel in Kisköre wurden Rekordtiefstände gemessen, da zu dem anhaltenden Niederschlagsmangel noch extreme Hitze hinzukam. Experten warnen, dass die Abflussmenge des Flusses nun deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegt, was sowohl für die Wasserwirtschaft als auch für die natürlichen Lebensräume zunehmende Herausforderungen mit sich bringt, wie Időkép berichtete.

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