Tragödie bei der Ungarischen Post: Zwei Postmitarbeiter starben während einer extremen Hitzewelle

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Zwei Postmitarbeiter starben während ihrer Arbeit im Zuge der extremen Hitzewelle der vergangenen Woche in Ungarn – eine Tragödie, die von der Magyar Posta bestätigt wurde, nachdem sich Berichte in den sozialen Medien verbreitet hatten, wie Blikk berichtet.
Die genauen Umstände der Todesfälle wurden bislang noch nicht veröffentlicht. Magyar Posta teilte der Zeitung mit, dass das Unternehmen in den letzten Tagen zwei Kollegen verloren habe, erklärte jedoch, dass es keine weiteren Einzelheiten nennen könne, bis die entsprechenden Untersuchungen abgeschlossen seien. Das Unternehmen sprach den Familien sein Beileid aus und erklärte, sowohl die Angehörigen als auch die Kollegen der verstorbenen Mitarbeiter zu unterstützen.
Die Tragödie bei der Ungarischen Post ereignete sich nach mehreren Tagen außergewöhnlicher Hitze, in denen die Temperaturen in Ungarn rund 40 Grad Celsius erreichten. Für das Land galt eine Hitzewarnung der Stufe 3, die höchste von den ungarischen Gesundheitsbehörden verwendete Kategorie, die laut Angaben der ungarischen Regierung bis zum 1. Juli um Mitternacht verlängert wurde.
Die Tragödie bei der Ungarischen Post verdeutlicht die Risiken für Arbeitnehmer im Freien
Postzusteller gehören zu denjenigen, die extremem Sommerwetter am stärksten ausgesetzt sind. Im Gegensatz zu Büroangestellten verbringen sie oft Stunden im Freien, tragen schwere Säcke und bewegen sich zwischen Straßen, Innenhöfen und Wohnblocks hin und her.
Für ausländische Leser: Magyar Posta ist der nationale Postdienst Ungarns und einer der größten Arbeitgeber des Landes. Das Zustellpersonal ist in Städten, Dörfern und ländlichen Gebieten im Einsatz, was bedeutet, dass Maßnahmen gegen Hitzewellen nicht nur die Beschäftigten betreffen, sondern auch die Zustellzeiten für Briefe und Pakete landesweit beeinflussen können.
Blikk berichtete, dass sich Postboten in den sozialen Medien über die körperliche Belastung durch die Arbeit bei extremer Hitze beschwert hätten, darunter schwere Zustelltaschen und Trinkwasser, das in der Sonne schnell warm wurde. Ein Zusteller aus dem Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg erklärte gegenüber der Zeitung, dass die örtlichen Führungskräfte die Mitarbeiter über Maßnahmen gegen die Hitze informiert und angepasste Arbeitsregelungen angeboten hätten.
Sie fügte hinzu, dass Anwohner manchmal wichtige Hilfe leisten können, indem sie kalte Getränke anbieten oder eine kurze Gelegenheit zum Abkühlen ermöglichen, insbesondere an den heißesten Tagen.
Magyar Posta führte Notfallmaßnahmen ein
Die Magyar Posta hatte aufgrund der Hitze bereits vorübergehende Maßnahmen ergriffen. In einer auf ihrer Website veröffentlichten offiziellen Mitteilung teilte das Unternehmen mit, dass Postämter ohne Klimaanlage am 29., 30. Juni und 1. Juli um 12 Uhr mittags schließen würden, sodass an den betroffenen Standorten am Nachmittag kein Kundenservice angeboten werde. Die Kunden wurden gebeten, ihre Postangelegenheiten am Vormittag zu erledigen oder nach Möglichkeit klimatisierte Filialen aufzusuchen. (Magyar Posta)
Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass sich die Zustellzeiten für Briefe und Pakete während der extremen Hitze verlängern könnten, da die Arbeitsabläufe zum Schutz der Mitarbeiter vorübergehend umgestellt worden seien.
Laut „Blikk“ gab Magyar Posta an, kaltes Trinkwasser, flexible Arbeitsbeginnzeiten, Sommerarbeitskleidung, bei Bedarf Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50, längere und häufigere Pausen sowie Informationen zu klimatisierten Ruheplätzen bereitzustellen. Das Unternehmen führte an den heißesten Tagen zudem einen früheren Arbeitsbeginn sowie Gewichtsbeschränkungen ein, wobei die Zusteller nur mit solchen Postmengen ausgesandt wurden, die es ihnen ermöglichten, noch am Vormittag sicher zurückzukehren.
Ein von „Blikk“ zitierter Zusteller erklärte, dass das Personal während der Hitzewarnung verpflichtet war, nur dringende Sendungen zuzustellen – oder zumindest den Zustellversuch zu unternehmen – und bis 11 Uhr zum Postamt zurückkehren musste.
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Die Regierung leitet eine Untersuchung ein
Péter Magyar gab auf der Regierungspressekonferenz am Donnerstag bekannt: Auf Anweisung des Ministerpräsidenten habe István Kapitány eine sofortige Untersuchung zum Tod von zwei Postmitarbeitern angeordnet, die während der extremen Hitzewelle der vergangenen Woche ums Leben gekommen waren.
Magyar erklärte, er sei von dieser Nachricht zutiefst erschüttert. Er wies zudem darauf hin, dass die Todesfälle ersten Berichten zufolge nicht in direktem Zusammenhang mit der Hitzewelle stünden; sobald jedoch die endgültigen Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, werde die Regierung die Öffentlichkeit darüber informieren.
„Telex“ wandte sich diesbezüglich an die Pressestelle der Ungarischen Post; diese gab jedoch keine Antwort auf die Frage, ob die Todesfälle während der Arbeitszeit der Mitarbeiter eintraten oder ob sie mit der Hitzewelle in Zusammenhang standen.
„Gemäß den einschlägigen Vorschriften führen sowohl die zuständige Arbeitsschutzbehörde des Landkreises als auch die Magyar Posta Untersuchungen durch. Unser Unternehmen kooperiert während der offiziellen Ermittlungen uneingeschränkt mit den Behörden“, schrieben sie.
Hitzewellen werden zunehmend zu einem Problem für die Sicherheit am Arbeitsplatz
Die Tragödie hat erneut die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter während der immer häufiger auftretenden und intensiveren Hitzewellen schützen sollten. Arbeitnehmer im Freien, ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen und Personen, die in schlecht gekühlten Wohnungen leben, sind während anhaltender Hitzeperioden besonders gefährdet.
Die ungarischen Behörden warnten, dass die Hitzewelle nicht nur die Menschen, sondern auch den Verkehr, das Gesundheitswesen, die Energiesysteme und die Wasserversorgung unter Druck setze. In einigen Gebieten wurden Wassereinschränkungen verhängt, da der Bedarf während der Hitzeperiode stark angestiegen war.
Der Fall wirft zudem eine allgemeinere Frage für öffentliche Dienste auf: Wie lassen sich wesentliche Betriebsabläufe aufrechterhalten und gleichzeitig die Beschäftigten vor gefährlichen Bedingungen schützen? Postzustellungen, öffentlicher Nahverkehr, das Baugewerbe, die Müllabfuhr und Rettungsdienste stehen alle vor ähnlichen Herausforderungen, wenn die Temperaturen über mehrere Tage hinweg gefährlich hoch bleiben.
Bislang hat die Magyar Posta keine weiteren Einzelheiten zu den beiden Todesfällen bekannt gegeben. Bis zum Abschluss der Ermittlungen lässt sich nicht sagen, welche direkte Rolle – wenn überhaupt – die Hitze bei den Tragödien gespielt hat. Klar ist jedoch bereits, dass das extreme Wetter der vergangenen Woche die Postmitarbeiter ungewöhnlich stark belastete und die nationale Post dazu zwang, sowohl die Öffnungszeiten als auch die Zustellroutinen anzupassen.
Der Tod der beiden Mitarbeiter hat eine durch die Hitzewelle bedingte Betriebsstörung zu einem landesweiten Thema der Arbeitssicherheit gemacht.
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