Premierminister Péter Magyar veröffentlicht Einzelheiten zur aus öffentlichen Mitteln finanzierten USA-Reise des ehemaligen Präsidenten

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Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hat Dokumente und neue Vorwürfe bezüglich einer Reise des ehemaligen Präsidenten János Áder in die Vereinigten Staaten im Jahr 2018 veröffentlicht und behauptet, dass die mit öffentlichen Mitteln finanzierte Reise im Wert von 55 Millionen HUF mehrere Tage umfasste, die er als familiäre Urlaubsaktivitäten und nicht als offizielle Staatsangelegenheiten bezeichnete.

Premierminister Magyar behauptet, die aus öffentlichen Mitteln finanzierte Reise habe Urlaubsaktivitäten mit der Familie umfasst

In einem am Donnerstag veröffentlichten Facebook-Beitrag warf Ministerpräsident Péter Magyar Áder vor, die Öffentlichkeit über den Charakter des Besuchs in die Irre geführt zu haben, nachdem der ehemalige Staatschef Berichten zufolge behauptet hatte, die einwöchige USA-Reise sei ausschließlich zu offiziellen Zwecken durchgeführt worden.

Magyar erklärte, er werde Einzelheiten zu drei Tagen des Reiseplans veröffentlichen, da diese seiner Ansicht nach eher auf einen Familienurlaub als auf einen offiziellen diplomatischen Besuch hindeuteten. Er behauptete zudem, dass Áders Tochter das Präsidentenpaar während der Reise begleitet habe.

Besuche in Disney World und New York standen im Mittelpunkt

Laut Magyar fand einer der umstrittensten Teile der Reise am 25. Oktober 2018 statt, als die Präsidialdelegation angeblich Disney World in Florida besuchte. Er behauptete, der Ausflug habe mehrere hunderttausend Forint gekostet und die Unterkunft für den Besuch sei erst im Nachhinein gebucht worden, obwohl eine frühere Hotelreservierung im Wert von 1,3 Millionen HUF bereits bezahlt, aber letztendlich nicht in Anspruch genommen worden sei.

Der Ministerpräsident wies zudem auf die letzten Tage des Besuchs hin und behauptete, der ehemalige Präsident und sein Gefolge hätten am 30. und 31. Oktober Zeit mit Besichtigungen in New York verbracht, darunter Hubschrauberrundflüge über die Stadt.

Péter Magyar kritisierte zwar den Reiseablauf, räumte jedoch ein, dass die Reise auch offizielle Termine umfasste. Er merkte an, dass Áder sich mit Mitgliedern der Ungarischen Ärztekammer getroffen habe, bevor er am 26. Oktober Gespräche mit dem Bürgermeister von Miami führte.

Péter Magyar fordert Einzelheiten zur Rückzahlung

In seinem Facebook-Beitrag forderte Magyar den ehemaligen Präsidenten auf, seine, wie er es nannte, „ausweichenden Antworten“ einzustellen und öffentlich offenzulegen, ob ein Teil der 55 Millionen HUF (derzeit rund 154.000 Euro) an steuerfinanzierten Reisekosten an den Staatshaushalt zurückgezahlt worden sei. Er fragte direkt, wann – falls überhaupt – Áder dem ungarischen Staatshaushalt eine Rückzahlung geleistet habe und wie viel zurückgezahlt worden sei.

Áder antwortet: „Wir sehen uns vor Gericht“

Der ehemalige Präsident wies die Vorwürfe umgehend zurück. In einer kurzen Erklärung, die über die Stiftung „Blue Planet Climate Protection“ verbreitet wurde, antwortete Áder mit nur einem Satz: „Wir sehen uns vor Gericht.“

Die Stellungnahme lässt darauf schließen, dass der ehemalige Staatschef beabsichtigt, wegen der vom Ministerpräsidenten vorgebrachten Vorwürfe rechtliche Schritte einzuleiten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren noch keine weiteren Einzelheiten zu einer möglichen Klage oder zu zusätzlichen Beweisen bekannt, die über die von Magyar in den sozialen Medien veröffentlichten Dokumente hinausgehen.

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