Geht Budapest leer aus? Indien bewirbt sich um die Olympischen Spiele 2036 und erhöht damit den ohnehin schon hohen Einsatz

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Indien hat offiziell seine Ambitionen bekräftigt, die Olympischen Sommerspiele 2036 auszurichten, und sich damit als einer der stärksten Anwärter in einem Wettlauf positioniert, der voraussichtlich immer härter werden wird.
Diese Ankündigung könnte eine erhebliche Herausforderung für die seit Langem diskutierten olympischen Bestrebungen Budapests darstellen, da sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) darauf vorbereitet, sein überarbeitetes Auswahlverfahren einzuleiten. Premierminister Narendra Modi erklärte, Indien werde seine „ganze Kraft“ darauf verwenden, die Spiele zu gewinnen, und unterstrich damit die Entschlossenheit des Landes, das größte Sportereignis der Welt auszurichten.
Indien stellt landesweite Olympia-Vision vor
Anstatt die Spiele auf eine einzige Stadt zu konzentrieren, schlägt Indien ein olympisches Modell vor, bei dem mehrere Städte einbezogen werden, um die Veranstaltung zu einem landesweiten Sportfest zu machen. Hauptstandort wäre Ahmedabad, wo voraussichtlich Leichtathletik, Basketball, Volleyball, Schießen, Tennis, Wassersportarten und urbane Sportarten ausgetragen werden sollen. Unabhängig von der Olympiabewerbung sind in der Stadt bereits umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen im Gange. Weitere Austragungsorte würden die Wettkämpfe über das ganze Land verteilen:
- In Mumbai würden Cricket-Wettkämpfe stattfinden, Indiens beliebtester Sportart.
- In Pune würden die Kanu-Sprintwettbewerbe stattfinden.
- Bhopal ist als Austragungsort für den Rudersport vorgesehen.
- In Bhubaneswar würden die Hockey-Wettkämpfe stattfinden.
Auch die Region Ahmedabad bereitet sich auf die Ausrichtung der Commonwealth-Spiele 2030 vor, was die Gelegenheit bietet, viele der Einrichtungen und organisatorischen Kapazitäten im Vorfeld einer möglichen Olympiabewerbung zu testen.

Das neue Auswahlverfahren des IOC
Das IOC hat im vergangenen Monat ein überarbeitetes Auswahlverfahren für Austragungsorte eingeführt; die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2036 wird für Mitte 2029 erwartet. Das Verfahren wird in drei Phasen ablaufen.
Zunächst finden vertrauliche Gespräche mit interessierten Parteien statt. Ab März 2027 wird das IOC einen gezielten Dialog mit ausgewählten Kandidaten aufnehmen und deren Vorschläge anhand detaillierter Bewertungen, einschließlich Standortbesichtigungen, prüfen. Gegen Ende des Jahres 2028 wird das IOC voraussichtlich einen oder mehrere bevorzugte Austragungsorte benennen. Die verbleibenden Kandidaten müssen dann formelle Garantien vorlegen und ihre Vorschläge weiter ausarbeiten, bevor die Mitglieder der Organisation während der IOC-Sitzung Mitte 2029 über den erfolgreichen Austragungsort abstimmen.
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Budapest bekommt ernstzunehmende internationale Konkurrenten
Mit der Bestätigung Indiens kommt ein weiterer schwergewichtiger Konkurrent in ein ohnehin schon dicht besetztes Feld hinzu. Neben Indien haben auch Ungarn, Katar, Saudi-Arabien, die Türkei und Deutschland Interesse an der Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2036 bekundet. Während Budapest wiederholt seinen Wunsch bekundet hat, die Spiele in die ungarische Hauptstadt zu holen, wurde im Rahmen des neuen Verfahrens des IOC bislang noch keine offizielle Auswahlliste bekannt gegeben, schreibt Pénzcentrum.
Indiens riesige Bevölkerung, die sich rasch ausbauende Infrastruktur und das von der Regierung unterstützte Engagement dürften die Bewerbung des Landes in den kommenden Jahren zu einer der am meisten beachteten machen. Die letzten Olympischen Sommerspiele fanden 2024 in Paris statt, während Los Angeles die Spiele 2028 ausrichten wird und Brisbane die Athleten im Jahr 2032 empfangen soll. Der Wettstreit um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2036 beginnt nun ernsthaft, wobei Budapest sich zunehmend starken internationalen Konkurrenten gegenübersieht.
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