Fidesz veranstaltet in Budapest eine Protestkundgebung gegen die Absetzung des Vorsitzenden der Tisza-Partei

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Anhänger von Fidesz und der Christlich-Demokratischen Volkspartei (KDNP) veranstalteten am Donnerstag vor dem Sándor-Palast eine Demonstration, um gegen das, was die Organisatoren als „Aufbau einer Tisza-Diktatur“ bezeichneten, sowie gegen die geplante Absetzung von Präsident Tamás Sulyok zu protestieren.
Fidesz und die KDNP veranstalteten eine Protestkundgebung zugunsten von Präsident Sulyok
In seiner Rede bei der Veranstaltung unter dem Motto „Stoppt die Tyrannei“ erklärte der ehemalige Präsident János Áder, die von der Tisza-Regierung vorgeschlagene Verfassungsänderung käme „der Zerstörung der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn“ gleich.
Áder erinnerte an die erzwungenen Rücktritte des ehemaligen Ministerpräsidenten Ferenc Nagy im Jahr 1947 und des Präsidenten Zoltán Tildy im Jahr 1948, die beide unter dem Druck des kommunistischen Regimes ihres Amtes enthoben worden waren. Er erklärte, er sei vor fast vier Jahrzehnten in die Politik eingetreten, habe an den Verhandlungen am Runden Tisch der Opposition teilgenommen und sei später Mitglied des ersten frei gewählten ungarischen Parlaments geworden, um sicherzustellen, dass sich solche Ereignisse niemals wiederholen würden.

Áder hat persönlich einen Streit mit Ministerpräsident Péter Magyar
Er erklärte, er habe die Einladung, auf der Kundgebung zu sprechen, angenommen, da die Demokratie bedroht sei und es seiner Ansicht nach nun einen weiteren Versuch gebe, den ungarischen Präsidenten auf verfassungswidrige Weise seines Amtes zu entheben.
Vor einer Menschenmenge, die den Bereich um den Sándor-Palast und die umliegenden Straßen füllte, argumentierte Áder, dass die geplante Verfassungsänderung „die ungarische Rechtsstaatlichkeit zerstören“ würde und nicht zu Rechtssicherheit, sondern zu Anarchie führen würde. Er warnte, dass im Falle einer Verabschiedung eine Situation entstehen würde, in der „jedem in Ungarn jederzeit alles passieren könnte“.
Unterdessen behauptete Ministerpräsident Péter Magyar, der ehemalige Präsident Áder habe im Jahr 2018 während einer offiziellen Reise in die Vereinigten Staaten die aus öffentlichen Mitteln finanzierte Reise eher als Familienurlaub denn als diplomatische Mission genutzt.
Zu den weiteren Rednern bei der Demonstration gehörten der Fidesz-Abgeordnete Gábor Szűcs, der Fidesz-Kommunikationsdirektor Bertalan Havasi, die Influencer Elizabeth Tóth und István Szakács sowie der Pfarrer Zoltán Osztie.
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