Ungarn treibt nach Gesprächen in Rom die Beziehungen zu Serbien, die Zusammenarbeit mit Italien und die Agenda für den Westbalkan voran

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Ungarn werde seine Zusammenarbeit mit Serbien und Italien vertiefen und gleichzeitig eine aktivere Rolle bei der Unterstützung der europäischen Zukunft des Westbalkans übernehmen, erklärte Außenministerin Anita Orbán nach einer Reihe von hochrangigen Treffen in Rom.

Während ihres Besuchs in der italienischen Hauptstadt führte Orbán Gespräche mit dem serbischen Außenminister Marko Đurić, wobei der Schwerpunkt auf den bilateralen Beziehungen, der regionalen Stabilität und dem Ausbau der Infrastruktur lag. Nach Angaben der Ministerin bleibt einer der Eckpfeiler der ungarisch-serbischen Beziehungen der Schutz der in der serbischen Region Vojvodina lebenden ungarischen Gemeinschaft sowie der serbischen Minderheit in Ungarn.

Sie erklärte, beide Regierungen trügen gemeinsam die Verantwortung für die Wahrung der Identität, der Rechte und der Institutionen ihrer jeweiligen nationalen Gemeinschaften. Die Minister vereinbarten zudem, den Ausbau der Nord-Süd-Verkehrs- und Energieinfrastruktur zu beschleunigen und gleichzeitig die gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung der illegalen Migration fortzusetzen.

Orbán fügte hinzu, dass Ungarn Serbiens Fortschritte auf dem Weg zur Integration in die Europäische Union weiterhin unterstütze, und bezeichnete den Beitrittsprozess des Landes als wichtige strategische Priorität.

Ungarn tritt dem Format „Western Balkans Friends“ bei

Der Minister nahm zudem an einem Treffen der Gruppe „Freunde des Westbalkans“ teil; dies war Ungarns erste Teilnahme an dieser Initiative.

Sie betonte, dass die Stabilität, die Verkehrs- und Energieanbindung sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Westbalkans direkte Auswirkungen auf die Sicherheit und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Ungarns hätten. Die Stärkung der Zusammenarbeit mit der Region liege daher im nationalen Interesse Ungarns, erklärte sie.

Engere Zusammenarbeit mit Italien

Orbán traf sich zudem mit dem italienischen Außenminister Antonio Tajani; beide Seiten kamen überein, die Zusammenarbeit zwischen ihren jeweiligen Ministerien zu verstärken und den politischen Dialog in konkrete Partnerschaften umzusetzen.

Die geplante Zusammenarbeit wird eine Reihe von Bereichen umfassen, darunter Wirtschaft, Energie, Verteidigungspolitik, Bildung und Kultur. Nach Angaben des Ministers sollen engere Kontakte auf Ministerebene zu konkreten Projekten führen, von denen beide Länder profitieren.

Diplomaten für ihre Arbeit hinter den Kulissen gelobt

Zum Abschluss ihres Besuchs traf sich Orbán mit Mitarbeitern der ungarischen diplomatischen Vertretungen in Rom und beim Heiligen Stuhl sowie mit Mitarbeitern der Ungarischen Akademie in Rom.

Sie hob die Rolle der Diplomaten und Experten hervor, die hinter den Kulissen tätig sind, und erklärte, dass deren Analysen, ihre Ortskenntnisse, der Aufbau von Beziehungen und die tägliche Vertretung Ungarns die Grundlage für die in Budapest getroffenen außenpolitischen Entscheidungen bilden.

Zum Abschluss des Besuchs erklärte Orbán, Ungarn kehre mit einer klaren Agenda aus Rom zurück. Sie forderte einen fortgesetzten politischen Dialog mit Italien, eine stärkere Rolle Ungarns bei der Gestaltung der europäischen Zukunft des Westbalkans sowie Bemühungen, die in Rom geführten Gespräche in konkrete Ergebnisse umzusetzen, die Ungarn praktische Vorteile bringen.

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