Alarmierend: Fast 90 % von Ungarn sind derzeit von mäßiger oder schwerer Dürre betroffen

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Ungarn sieht sich mit einer zunehmend schweren Dürre konfrontiert: Nach den neuesten Daten des nationalen Wetterdienstes HungaroMet sind mittlerweile fast 89 % des Landes von einer zumindest mäßigen landwirtschaftlichen Dürre betroffen.
Die aktuelle Dürrekarte der Behörde zeigt, dass 89 % des ungarischen Staatsgebiets derzeit von mäßiger, schwerer oder extremer landwirtschaftlicher Dürre betroffen sind. Von dieser Fläche:
- 1,5 % von schwerer Dürre betroffen,
- 59,4 % als stark betroffen eingestuft,
- 28,4 % sind von mäßiger Dürre betroffen.
Nur 3,9 % des Landes sind von der Dürre verschont geblieben, während 6,8 % lediglich unter leichten Dürrebedingungen leiden.

Ostungarn ist am stärksten betroffen
Die schwerwiegendsten Bedingungen herrschen in der Großen Ungarischen Tiefebene (Alföld), der östlichen Hälfte von Transdanubien und Teilen der Kleinen Ungarischen Tiefebene, wo große Gebiete von schwerer oder extremer Dürre betroffen sind. Laut HungaroMet weisen derzeit nur der Südwesten Ungarns und einige vereinzelte Gebiete im Nordosten Bodenfeuchtigkeitswerte auf, die als optimal gelten.
Besonders besorgniserregend ist die Lage in den Komitaten, in denen der Großteil der ungarischen Sommerkulturen angebaut wird. Mehr als 91 % dieser landwirtschaftlichen Flächen sind von zumindest mäßiger Dürre betroffen.
Die Niederschläge haben kaum Entlastung gebracht
Obwohl es in der vergangenen Woche an den meisten Tagen vereinzelte Schauer und Gewitter gab, waren die Niederschläge sehr ungleichmäßig verteilt. Während in einigen lokalen Gebieten mehr als 10 Millimeter Regen fielen, erhielt über die Hälfte Ungarns (insbesondere östlich der Donau) weniger als 2 Millimeter.
Die jüngsten Niederschläge haben an einigen Stellen lediglich die obersten 10 bis 30 Zentimeter des Bodens befeuchtet. Die oberste Bodenschicht von einem Meter bleibt jedoch im Großteil des Landes weiterhin kritisch trocken.
HungaroMet schätzt, dass die Bodenfeuchte derzeit in weiten Teilen der Großen Ungarischen Tiefebene 140 bis 170 Millimeter unter der Sättigung und in den meisten Teilen von Transdanubien – mit Ausnahme des Südwestens – 110 bis 150 Millimeter unter dem Normalwert liegt.

Die Prognose liefert gemischte Aussichten
Meteorologen erwarten, dass feuchtere Luft aus westlicher Richtung eintrifft und über das Wochenende hinweg Schauer und Gewitter mit sich bringt. Westungarn dürfte die meisten Niederschläge erhalten, was die Dürrebedingungen vor Ort etwas lindern könnte.
In Ostungarn wird jedoch mit deutlich weniger Niederschlag gerechnet, was bedeutet, dass sich die Dürrebedingungen dort in den kommenden Tagen voraussichtlich weiter verschärfen werden.
HungaroMet aktualisiert täglich seinen landwirtschaftlichen Dürreindex und versorgt Landwirte sowie die Öffentlichkeit während der gesamten Vegetationsperiode mit Informationen über das Ausmaß und die Intensität der Dürre im ganzen Land.
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